Atomkonflikt US-Präsident warnt vor "Weltkrieg"


Der Ton im Streit um das iranische Atomprogramm wird schärfer. Wegen der Unterstützung des Iran durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin warnt nun US-Präsident George W. Bush vor einem "Dritten Weltkrieg".

Im Streit über das iranische Atomprogramm hat Präsident George W. Bush vor einem "Dritten Weltkrieg" gewarnt. So weit könnte der Konflikt eskalieren, wenn die Islamische Republik über eine Atombombe verfüge, sagte Bush in Washington auf einer Pressekonferenz. Ein Iran mit Atomwaffen wäre eine "gefährliche Bedrohung für den Weltfrieden". Schließlich habe der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärt, er wolle Israel zerstören.

Bush sagte seinen Gesprächspartnern deshalb nach eigenen Worten, dass "wenn ihr daran interessiert seid, den Dritten Weltkrieg zu verhindern, solltet ihr wohl daran interessiert sein, sie (die Iraner) davon abzuhalten, das nötige Wissen zum Bau einer Atombombe zu haben." Von Russlands Staatschef Wladimir Putin forderte Bush ein klares Bekenntnis, ob er immer noch die Sorgen der USA wegen des iranischen Atomprogramms teile.

Putin akzeptiert keinen Militärschlag

Im September habe Putin noch bestätigt, dass es nicht im internationalen Interesse liege, wenn der Iran eine Nuklearbombe bauen könne. Putin stellte am Dienstag bei einem Besuch in Teheran klar, dass er keinen Militärschlag gegen den Iran akzeptieren würde. Bush strebt nach eigenen Worten eine diplomatische Lösung an, schließt Gewalt aber nicht aus.

Mit dem Besuch Putins in Teheran hatten die UN-Vetomächte und Deutschland die Hoffnung verknüpft, Russland werde mäßigend auf den Iran einwirken. Die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats beraten derzeit mit Deutschland als einem der europäischen Vermittler in dem Konflikt über schärfere Sanktionen. Russland lehnt diese bisher ab. Der Westen verdächtigt den Iran, Atomwaffen bauen zu wollen, was die Islamische Republik wiederholt zurückgewiesen hat.

Reuters Reuters

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