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Atomstreit mit Iran: China stimmt Verhandlungen über Sanktionen zu

Die Volksrepublik China hat sich dazu bereit erklärt neuen Sanktionen gegen den Iran zuzustimmen.

Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschland beginnen mit der Ausarbeitung neuer Sanktionen gegen den Iran. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, sagte am Mittwoch in New York, die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland seien mit China in einer Telefonkonferenz übereingekommen, zusammen ernsthafte Verhandlungen über Strafmaßnehmen gegen den Golfstaat zu beginnen. Dies sei der erste Schritt, um den gesamten UN-Sicherheitsrat mit ins Boot zu kriegen, sagte Rice in einem Fernsehinterview.

US-Präsident Barack Obama hatte am Vortag gesagt, er wolle innerhalb der nächsten Wochen eine Einigung auf Sanktionen erreichen und nicht erst in Monaten.

Die drei westlichen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates - die USA, Großbritannien und Frankreich - sowie Deutschland dringen seit längerem auf neue Strafmaßnahmen. Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung Atomwaffen zu entwickeln. Die Führung in Teheran weist die Vorwürfe zurück, lässt aber die notwendige Transparenz bei seinem Atomprogramm vermissen.

Zuletzt hatten die G8-Staaten die internationale Gemeinschaft zu einem entschlossenen Vorgehen im Atomstreit aufgefordert. Das iranische Atomprogramm sowie das Verhalten der Islamischen Republik gegenüber den Vereinten Na zu großer Sorge, erklärten die Außenminister der sieben führenden Industrienationen und Russlands am Dienstag in Ottawa. Um die Entschlossenheit der Weltgemeinschaft zu demonstrieren, dem Iran Einhalt zu gebieten, seien "angemessene und starke Schritte" notwendig.

Reuters / Reuters