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Attentäter von Detroit angeklagt: Gebrauch einer Massenvernichtungswaffe

Knapp zwei Wochen nach dem Anschlagsversuch auf eine US-Passagiermaschine ist der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab am Mittwoch von einem Gericht in Detroit angeklagt worden. Er wird wegen unter anderem wegen des Gebrauchs einer Massenvernichtungswaffe angeklagt

Knapp zwei Wochen nach dem Anschlagsversuch auf eine US-Passagiermaschine ist der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab am Mittwoch von einem Gericht in Detroit angeklagt worden. Der 23-Jährige muss sich in sechs Punkten verantworten, darunter wegen versuchten Mordes und versuchten Gebrauchs einer Massenvernichtungswaffe, wie aus den Justizdokumenten hervorgeht. Ihm droht lebenslange Haft.

Der Angeklagte habe "eine versteckte Bombe bei sich getragen", als er an Bord des Fluges 253 gegangen sei, hieß es in der Anklageschrift. Diese enthielt unter anderem den hochexplosiven Sprengstoff PETN. "Die Bombe sollte dem Angeklagten ermöglichen, sie zu einem Zeitpunkt seiner Wahl zu zünden und so an Bord des Fluges 253 eine Explosion zu verursachen", hieß es weiter. Abdulmutallab hatte den Sprengstoff in seiner Unterwäsche versteckt und war von Passagieren bei dem Versuch überwältigt worden, die Bombe zu zünden. An Bord des Flugzeugs waren 289 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder.

Sollte der Nigerianer wegen Gebrauchs einer Massenvernichtungswaffe verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Gefängnisstrafe. Für die anderen Anklagepunkte könnte er jeweils 20 bis 30 Jahre bekommen. Die Ermittlungen seien "schnell, global und permament", sagte Justizminister Eric Holder. Abdulmutallab soll am Freitag vor Gericht in Detroit erscheinen, um auf schuldig oder nicht schuldig zu plädieren.

Die US-Grenzbehörden waren nach einem Zeitungsbericht darüber informiert, dass der mutmaßliche Extremist auf dem Weg nach Detroit war. Wie die "Los Angeles Times" am Mittwochabend in ihrer Online-Ausgabe berichtete, entdeckten Beamte den Namen Abdulmutallabs auf einer Liste des Zoll- und Grenzschutzes, nachdem er an Bord der Maschine gegangen war. Sie hätten den jungen Mann erwartet, um ihn nach seiner Landung zu verhören.

AFP / AFP