ATTENTAT Niederländischer Rechtspopulist Fortuyn erschossen


Der niederländische Rechtspopulist Pim Fortuyn ist tot. Er wurde auf dem Parkplatz vor dem Rundfunkgebäude in Hilversum von einem Unbekannten erschossen.

Gut eine Woche vor den Parlamentswahlen ist der niederländische Rechtspopulist Pim Fortuyn am Montagnachmittag von einem unbekannten Attentäter vor der Rundfunkzentrale in Hilversum erschossen worden. Dies meldete der niederländische Rundfunk. Nach Fortuyns Teilnahme an einem Rundfunkprogramm habe der Täter mehrere Schüsse abgefeuert, als der 54-jährige Politiker das Sendehaus verließ.

Fortuyn, der bei den Parlamentswahlen am 15. Mai eine wichtige Rolle spielen sollte, wurde in Kopf, Brust und Hals getroffen. Die Polizei suchte das weiträumige Gelände um die Rundfunkzentrale nach dem Täter ab.

Fortuyn war Spitzenkandidat einer Liste, die seinen Namen trägt. Der Neuling in der Landespolitik hatte in den letzten Monaten in den Niederlanden großes Aufsehen erregt, weil ihm nach allen Umfragen bis zu 26 der 150 Parlamentssitze zugetraut wurden. Mit Argumenten wie »Die Niederlande sind voll« hatte er vor allem einen Stopp für die Zulassung von Asylsuchenden gefordert. Nach dem Attentat äußerten niederländische Parteien den Wunsch, wegen des Mordes den Wahlkampf umgehend auszusetzen.


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