Attenttat "Tragischer Tag"


US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld spricht nach der Attacke auf einen Armee-Hubschrauber, bei dem 16 Soldaten getötet wurden, von einem "tragischen Tag für die USA". Insgesamt wurden am Wochenende im Irak 19 Soldaten und zwei amerikanische Zivilisten getötet.

US-Verteidigungsminister Donald Rumfeld spricht nach der Attacke auf einen US-Hubschrauber, bei dem 16 US-Soldaten getötet wurden, von einem "tragischen Tag für die USA". Bein Anschlägen auf US-Truppem im Irak sind am Wochenende mindestens 19 Soldaten und zwei amerikanische Zivilisten getötet worden.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat nach dem Abschuss eines US-Transporthubschraubers im Irak, bei dem nach neuestem Stand 16 US-Soldaten getötet wurden, die Ereignisse als "tragischen Tag" für die USA beschrieben, zugleich aber Geduld angemahnt. Bei weiteren Anschlägen wurden ebenfalls US-Soldaten und Zivilisten getötet. Insgesamt kamen damit am Wochenende mindestens 19 US-Soldaten und zwei amerikanische Zivilisten ums Leben.

"Tragischer Tag"

Rumsfeld sagte am Sonntag im Fernsehsender ABC: "Ganz eindeutig, das ist ein tragischer Tag für Amerikaner." Bei einem langen und schweren Krieg seien solche tragische Tage aber unvermeidlich. "Aber sie sind notwendig. Sie sind Teil des Krieges, der schwierig und kompliziert ist", sagte Rumsfeld. US-Präsidialamtssprecher Trent Duffy bekräftigte, die USA würden sich von "Terroristen" nicht vertreiben lassen. Der US-Verwalter im Irak, Paul Bremer, sagte im US-Sender CNN, der Waffeneinsatz bei Angriffen auf US-Truppen im Irak werde immer ausgefeilter.

Untergrundkämpfer hatten am Sonntag Augenzeugen zufolge 50 Kilometer westlich von Bagdad zwei US-Transporthubschrauber mit Raketen beschossen. Ein Helikopter war getroffen worden, abgestürzt und in einem Feuerball aufgegangen. Dabei waren auch mindestens 21 Soldaten verletzt worden.

"Wir werden gewinnen"

In einem Interview mit dem Fernsehsender NBC sagte Rumsfeld: "Wir können diesen Krieg gewinnen. Wir werden diesen Krieg gewinnen. (...) Die Arbeit im Irak ist schwierig, sie ist hart. Es wird dauern, aber es gibt bereits Fortschritte." Eine Aufstockung der US-Truppenstärke im Irak von derzeit 130.000 Soldaten ist nach den Worten von Rumsfeld derzeit aber nicht erforderlich.

US-Präsident George W. Bush betonte in einer Rundfunkansprache, die USA seien entschlossen, im Irak zu bleiben und den Kampf zu gewinnen. Bush warnte aber davor, den Irak vorschnell zu verlassen. Dies "würde die Terroristen nur ermutigen und die Gefahren für Amerika vergrößern".

US-Bevölkerung ist geteilter Meinung

Wie eine Umfrage der "Washington Post" und "ABC News" am Sonntag ergab, ist die US-Bevölkerung, die den Krieg gegen den Irak mit überwältigender Mehrheit befürwortet hatte, mittlerweile geteilter Meinung. 54 Prozent der Befragten sagten, der Krieg sei es wert, gekämpft zu werden, während 44 Prozent diese Meinung nicht teilten. Zwei Prozent gaben an, sie hätten keine Meinung.

Währenddessen sind überlebende US-Soldaten des Hubschrauber-Abschusses im Irak am Montagmorgen nach Deutschland gebracht worden. Vom Militärflughafen Ramstein sollten die Verletzten zur Behandlung ins US-Militärkrankenhaus nach Landstuhl gebracht werden, teilte ein Armee-Sprecher mit.

Weitere Anschläge am Wochenende

Es gab noch weitere Anschläge am Wochenende. In der nordirakischen Stadt Mosul wurden am Samstag zwei US-Soldaten bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet und drei verletzt. Die USA wollen angesichts der zunehmenden Angriffe auf ihre Truppen den Aufbau der irakischen Sicherheitskräfte beschleunigen. US-Zivilverwalter Paul Bremer sagte am Samstag in Bagdad, die vom US-Kongress gebilligten zusätzlichen Mittel für den Wiederaufbau im Irak würden es ermöglichen, 27 Bataillone (etwa 40 000 Mann) der neuen irakischen Armee in einem, anstatt wie bisher geplant zwei Jahren aufzustellen. Zugleich solle der politische Prozess, der die Annahme einer neuen Verfassung und Wahlen zum Ziel hat, beschleunigt werden.

Zwei amerikanische Zivilisten getötet

Bei einer Handgranatenattacke westlich von Bagdad wurden ebenfalls am Sonntag nach Angaben des arabischen TV-Senders El Arabija zwei amerikanische Zivilisten getötet. Der Sender, der sich auf US-Militärs berief, nannte keine weiteren Einzelheiten. Ein US-Soldat starb nach US-Militärangaben bei einem Bombenanschlag in Bagdad.

Der arabische Fernsehsender El Dschasira berichtete unterdessen, bei Zusammenstößen in Bagdads westlicher Vorstadt Abu Ghoreib seien mehrere amerikanische Soldaten verletzt worden. Einige Augenzeugen sprachen gegenüber dem Sender gar von drei bis vier toten Soldaten. Dies bestätigte die US-Armee jedoch zunächst nicht. In dem Vorort, in dem das größte Gefängnis des Iraks liegt, hatten US-Soldaten kürzlich bei einer Demonstration mehrere Zivilisten erschossen.


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