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Ausland: Noch keine Öffnung türkischen Luftraums

Die Türkei hat die Öffnung ihres Luftraums für US-Kampfflugzeuge am Freitag zunächst verzögert. Vertreter Ankaras und Washingtons haben bis in die Nacht hinein beraten, aber zunächst keine Einigung erzielt.

Die Türkei hat die Öffnung ihres Luftraums für US-Kampfflugzeuge am Freitag zunächst verzögert. Vertreter Ankaras und Washingtons hätten bis in die Nacht hinein beraten, aber zunächst keine Einigung erzielt, erklärte ein westlicher Diplomat. Das türkische Parlament hatte den USA die Nutzung des türkischen Luftraums für den Irak-Krieg am Donnerstag gestattet. Damit könnten amerikanische Kampfflugzeuge von ihren Stützpunkten in Europa über die Türkei nach Irak fliegen und Truppen nach Nordirak transportieren.

Die vom Parlament verabschiedete Resolution gestattet der Türkei darüber hinaus, selbst Truppen nach Nordirak zu entsenden. Dies stößt auf den Widerstand der USA, die nach offiziellen Angaben Zwischenfälle wie versehentlichen Beschuss von US-Soldaten befürchten. Kurdenorganisationen in Nordirak haben erklärt, ein Einmarsch türkischer Truppen könnte zu Zusammenstößen führen.

Die USA hoffen nach Angaben des Diplomaten auf eine möglichst umgehende Umsetzung des Parlamentsbeschlusses. Vertreter der türkischen Regierung wollten sich zu der Verzögerung nicht äußern. Die Nutzung türkischer Stützpunkte - etwa zum Auftanken - hat das Parlament nicht genehmigt. Die USA können damit ihre auf dem Stützpunkt Incirlik stationierten 50 Kampfflugzeuge nicht zum Einsatz über Irak nutzen.

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