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Bekämpfung der Ölpest: Obama bittet BP erneut zur Kasse

Elf Bundesstaaten an der Ostküste der USA gehen wegen der Ölpest im Golf von Mexiko nun gemeinsam gegen den britischen Konzern BP vor. Die Regierungen wollen den Ölmulti für alle Kosten zur Rechenschaft ziehen, die durch den auslaufenden Rohstoff an ihren Küsten verursacht werden.

Elf Bundesstaaten an der Ostküste der USA gehen wegen der Ölpest im Golf von Mexiko nun gemeinsam gegen den britischen Konzern BP vor. Die Regierungen wollen den Ölmulti für alle Kosten zur Rechenschaft ziehen, die durch den auslaufenden Rohstoff an ihren Küsten verursacht werden. "Connecticut und ein Bündnis weiterer Staaten setzen BP und seine Partner offiziell davon in Kenntnis, dass wir nicht den Preis für ihr gewaltiges Versagen bezahlen werden", hieß es in einer Erklärung des Generalstaatsanwalts von Connecticut, Richard Blumenthal.

Die Stellungnahme wurde demnach auch Transocean, Halliburton und Cameron zugestellt, die an der versunkenen Bohrinsel mitgearbeitet haben. Beteiligt sind an der Initiative außer Connecticut Delaware, Georgia, Maine, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New York, North und South Carolina sowie Rhode Island. Es fehlen allerdings drei Bundesstaaten, deren Strände beliebte Urlaubsziele sind: Alabama, New Jersey und Virginia. Letzterer ging eigene Wege und verlangte von BP in einem Schreiben die Zusage, dass Kommunen und Bürger "für alle Umweltschäden und wirtschaftlichen Verluste entschädigt werden".

BP hat einen Fonds über 20 Milliarden Dollar angekündigt, um die Folgen der Ölpest zu bezahlen. Aus dem Leck am Grund des Golf von Mexikos strömen seit Wochen täglich bis zu 100.000 Barrel Öl, was rund 16 Millionen Litern entspricht.

Reuters / Reuters
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