Die Scheidung der Sarkozys Cécilia meldet sich zu Wort

Einen Tag nach der Bekanntgabe ihrer Scheidung hat Cécilia Sarkozy erstmals darüber gesprochen, warum ihre Ehe mit dem französischen Präsidenten gescheitert ist - und was sie in Zukunft vorhat. Verständnisvolle Worte gab es auch vom Ex-Mann Ségolène Royals.

Einen Tag nach Bestätigung der Scheidung vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat seine Ex-Frau Cécilia vor allem ihre öffentliche Rolle als Ursache genannt. "Das öffentliche Leben entspricht mir nicht", sagte die 49-Jährige in einem Interview mit der Zeitung "L'Est Républicain". "Ich habe einen Mann des öffentlichen Lebens geheiratet, das war mir immer klar. Aber es ist nicht mein Platz. Nicht mehr, jedenfalls." Sie hätten gemeinsam alles versucht, um die Ehe und ihre Familie mit den fünf Kindern zu retten. "Aber es war einfach nicht mehr möglich", fügte sie hinzu.

Scheidung schon am Montag

Unterdessen wurde bekannt, dass das Paar bereits seit Montag geschieden ist. Das Ehepaar habe den Scheidungswunsch gemeinsam vor einer Familienrichterin am Gericht im Pariser Vorort Nanterre bekundet, sagte Anwältin Michèle Cahen, die beide gemeinsam vertritt, der Zeitung "Le Parisien". Im Unterschied zu früher sei es bei einer einvernehmlichen Scheidung nicht mehr üblich, mehrere Wochen Bedenkzeit zu geben. "Die Scheidung ist also vollzogen", sagte Cahen. Der Élyséepalast hatte am Donnerstag nach wochenlangen Gerüchten die "Trennung" des Ehepaares bekanntgegeben. Erst später wurde auch die Scheidung bestätigt.

Royals Ex-Mann zeigt Verständnis

Nach Informationen der Anwältin haben beide das gemeinsame Sorgerecht für ihren zehn Jahre alten Sohn Louis. "Beide sind offensichtlich sehr um das Wohl ihres Sohnes besorgt. Louis wird bei seiner Mutter wohnen, sein Vater kann ihn jederzeit besuchen", sagte Cahen. Die Gütertrennung sei im besten Einverständnis geregelt worden. "Nicolas hat bis zum letzten Moment gehofft, dass sie ihre Meinung ändert", sagte ein Freund der beiden der Zeitung "Le Parisien". Sozialistenchef François Hollande, dessen Trennung von der früheren sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royale ebenfalls wochenlang die Medien beschäftigte, zeigte sich verständnisvoll. "Man muss sowohl das Amt des Präsidenten als auch die Menschen respektieren", sagte er.

Cécilia Sarkozy, die am 12. November 50 wird, hat für ihren geschiedenen Mann laut "L'Est Républicain" weiterhin große Achtung. "Er gehört zu den Menschen, die sein Leben in den Dienst des Staates stellen und nichts dafür erwarten", sagte sie. Als er Präsident geworden sei, sei sie "stolz und glücklich" gewesen. "Frankreich verdient ihn, und er verdient Frankreich", sagte sie. Sie werde sich künftig um ihre Familie kümmern und sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

DPA DPA

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