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Nach nur wenigen Wochen Trump räumt seinen "Schreibtisch": Ex-US-Präsident stellt Blog-Bereich auf Webseite ein

Donald Trump, früherer Präsident der USA, tippt auf seinem Smartphone
Donald Trump, früherer Präsident der USA, tippt auf seinem Smartphone
© Alex Brandon/AP / DPA
Nur wenige Wochen nach dem Start seines eigenen Blogs – als Notlösung nach einer Sperrung in anderen sozialen Medien – verabschiedet sich Ex-US-Präsident Donald Trump wieder von dem Projekt. 

Das Team um den früheren US-Präsidenten Donald Trump hat nach nur wenigen Wochen den Versuch, eine eigene Online-Plattform aufzubauen, wieder eingestellt. Das bestätigte Trumps Berater Jason Miller auf Twitter. Nach seiner Verbannung von den bekannten Online-Netzwerken hatte Trump Anfang Mai eine Art Blog auf seiner Website eingerichtet – mit dem Titel: "From the Desk of Donald J. Trump" ("Vom Schreibtisch des Donald J. Trump").

Anders als erwartet wurden unter dieser Registerkarte jedoch nur die Pressemitteilungen des Ex-Präsidenten verbreitet. Mitnichten handelte es sich um eine eigene Online-Plattform – was ihm viel Spott einbrachte. Der Link zu "From the Desk of Donald J. Trump" führt nun auf eine Seite, auf der sich Nutzer für E-Mail- und SMS-Benachrichtigungen von Trump anmelden können.

Tritt Trump einer anderen Online-Plattform bei?

Auf Twitter bestätigte sein Berater Miller die Schließung des "Blogs". Er hatte Ende März erklärt, dass Trump innerhalb von drei Monaten mit "seiner eigenen Plattform" wieder online gehen werde. "Vielleicht ist das ein Vorbote dafür, dass er einer anderen Online-Plattform beitritt?", twitterte eine ehemalige Vertreterin der Republikanischen Partei. "Ja, das ist es tatsächlich. Bleiben Sie auf dem Laufenden", antwortete Miller darauf, ohne jedoch weitere Details zu nennen. 

Die großen Plattformen Facebook, Twitter und Youtube hatten Trump im Januar kurz vor dem Ende seiner Amtszeit von ihren Seiten verbannt. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger – und dass er Sympathie für die Angreifer bekundete. Außerdem behauptete der Republikaner wochenlang ohne jeden Beleg, dass ihm der Sieg bei der Präsidentenwahl im November durch Betrug gestohlen worden sei.

Trumps Twitter-Account mit fast 89 Millionen Abonnenten war bis dahin sein mit Abstand wichtigster Kommunikationskanal gewesen. Auf Facebook und Instagram folgten ihm 35 Millionen beziehungsweise 24 Millionen Menschen.

Trump hatte nach der Sperre seiner Konten bei Twitter und Co. Anfang Mai den Blog-Bereich auf seiner Homepage gestartet. Der Blog erinnerte äußerlich an Twitter – es gab aber nur Beiträge von Trump. Seine Anhänger konnten einzelne Beiträge wie bei Twitter mit einem "Like"-Herz versehen und sich auch über neue Posts benachrichtigen lassen. Die Möglichkeit, Trumps Beiträge dort zu kommentieren, gab es aber nicht.

fs AFP DPA

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