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TV-Interview Wenn Donald Trump einen Journalisten durchs Weiße Haus führt

Donald Trump und ABC-Anchorman David Muir
"Guck mal, ein Brief von meinem Vorgänger": Donald Trump und ABC-Anchorman David Muir im Weißen Haus
© Screenshot ABC
... dann ist natürlich alles superspitzenklasse. Der Donald plaudert aus dem Nähkästchen und gibt den generösen Gastgeber. Aber am Ende kommt er dann doch wieder auf sein Lieblingsthema zurück.

Donald Trump steht Journalisten eher skeptisch gegenüber, das ist allgemein bekannt. Trotzdem hat er dem US-Fernsehsender ABC jetzt nicht nur ein großes Interview gegeben, sondern seinen Gesprächspartner, Anchorman David Muir, auch eine kleine Führung durch das Weiße Haus gewährt. Dabei gibt der frisch vereidigte US-Präsident den gewohnt plauderfreudigen Gastgeber.

Natürlich ist Trump sehr darum bemüht, den Eindruck zu vermitteln, dass er alles im Griff habe: Alles "great", alles "tremendous". Ins Oval Office lade er zum Beispiel Leute von General Motors oder von Ford ein - "the biggest people" - und die seien immer gleich völlig überwältigt von der Erhabenheit des Raumes. So wie der neue Hausherr selbst natürlich auch: Die Geschichte und die Wichtigkeit seines neuen Büros beeindrucken ihn am meisten, so Trump. Er habe deshalb auch gleich ein paar Porträts aufgehangen von Vorgängern wie George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln.

Donald Trump: "Wunderschöner Brief" von Obama

Apropos Vorgänger: Trump zeigt Muir einen Brief, den Barack Obama ihm geschrieben hat - einen "wunderschönen Brief", so Trump, "sehr gut geschrieben und sehr durchdacht". Ohnehin glaube er, dass ihn und seinen direkten Vorgänger eine "great relationship" - eine "großartige Beziehung" - verbinden würde.

Alles dufte also bei Trump, wie eigentlich immer, wenn er über sich selbst spricht. Am Ende aber kommt er doch noch einmal auf ein Thema zu sprechen, dass offenbar immer noch an ihm nagt: seine Amtseinführung. Berichte, die Zahl der Besucher sei deutlich hinter der Amtseinführung von Barack Obama im Jahr 2009 zurückgeblieben, hatten für Missstimmung im Team Trump gesorgt. Explizit weist er Muir deshalb auf ein Foto an der Wand hin, die mit weitem Winkel das Publikum bei der Inauguration zeigen: Wie viele Menschen das doch seien! Aus dem ganzen Land, vielleicht sogar aus der ganzen Welt seien sie angereist, so Trump. "Ich nenne es den See der Liebe", sagt er mit verträumten Blick auf das Foto.

Das komplette Video sowie das Interview finden Sie hier.

tim

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