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US-Wahl 2020 Nach Georgia und Michigan: Pennsylvania bestätigt offiziell Bidens Wahlsieg

Sehen Sie im Video: Erklärung auf Twitter: Trump gibt grünes Licht für Bidens Übernahme.




Drei Wochen nach der US-Präsidentenwahl hat die für die Machtübergabe zuständige Bundesbehörde GSA den Weg für Joe Biden freigemacht. Die Leiterin der General Services Administration, Emily Murphy, schrieb in einen Brief an Biden, sie stelle ihm die vorgesehen Ressourcen und Dienste bereit. Damit erhält der designierte Präsident Millionengelder, Büroräume und Briefings von den Sicherheits- und anderen Behörden für den geplanten Machtwechsel am 20. Januar. Der amtierende Präsident erklärte der Nacht auf Dienstag auf Twitter, die GSA solle bezüglich der ersten Schritte "tun, was getan werden muss". Eine Niederlage räumte Trump weiter nicht eine. In seinem Tweet kündigte er vielmehr an, weiterkämpfen zu wollen. "Ich glaube, dass wir uns durchsetzen werden", schrieb er. Die Nachricht folgte nur wenige Stunden nachdem der US-Bundesstaat Michigan Biden als Sieger der Präsidentschaftswahl bestätigt hatte. Demnach schlug er Trump mit mehr als 150.000 Stimmen oder fast drei Prozentpunkten Vorsprung. Für Trump ist die Zertifizierung des Auszählungsergebnisses ein weiterer Rückschlag. Er weigert sich, seine Niederlage anzuerkennen und hat wiederholt Vorwürfe der Wahlfälschung erhoben - ohne dafür Beweise vorzulegen. Trumps Wahlkampfteam hatte Dutzende Klagen eingereicht, die bislang fast alle abgewiesen wurden. Insbesondere blieben Versuche erfolglos, eine Zertifizierung der Ergebnisse zu stoppen.
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Donald Trump gehen die Möglichkeiten aus: Auch der Bundestaat Pennsylvania hat das Ergebnis der US-Präsidentenwahl bestätigt. 20 Wahlleute stimmen somit am 14. Dezember offiziell für Joe Biden. Trumps Klagen scheiterten abermals.

Pennsylvania hat als weiterer umkämpfter US-Bundesstaat das Ergebnis der Präsidentenwahl mit dem Sieg von Joe Biden offiziell bestätigt. Dem unterlegenen Präsidenten Donald Trump nimmt das noch mehr Luft aus den Segeln bei seinen Versuchen, den Ausgang der Wahl am 3. November mit juristischen Attacken zu kippen.

Donald Trump: Klagen scheiterten im wichtigen Bundesstaat

Pennsylvanias Gouverneur Tom Wolf teilte danach mit, dass er die 20 Wahlleute des Bundesstaates formell angewiesen habe, für Biden zu stimmen. Biden gewann in Pennsylvania mit einem Vorsprung von gut 80.500 Stimmen. Der US-Präsident wird nicht direkt vom Volk, sondern am 14. Dezember von 538 Wahlleuten gewählt, die gemäß dem Ergebnis in ihrem Bundesstaat abstimmen. Mit 20 Wahlleuten gehört Pennsylvania zu den besonders wichtigen Bundesstaaten.

Trumps Anwälte hatten versucht, das Wahlergebnis in mehreren Bundesstaaten für ungültig erklären zu lassen, damit stattdessen örtliche Parlamente Wahlleute ernennen, die für ihn stimmen. Ihre Klagen scheiterten jedoch vor Gericht.

Am Vortag hatte bereits Michigan die Ergebnisse amtlich bestätigt und vergangene Woche Georgia. Beide bringen jeweils 16 Wahlleute auf die Waage. Für die Berufung zum Präsidenten werden 270 Stimmen von Wahlleuten benötigt. Biden brachte 306 Wahlleute hinter sich.

les DPA

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