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Ortswechsel möglich: Trump droht mit Verlegung des Parteitags, wenn Corona-Regeln nicht gelockert werden

Donald Trump betont bei jeder Gelegenheit, die Wiederöffnung der Vereinigten Staaten in der Coronakrise so schnell wie nur möglich in die Wege zu leiten. Bei diesen Überlegungen spielt offenbar auch der Nominierungsparteitag der Republikaner eine Rolle.

Donald Trump

Donald Trump: "Leider ist der demokratische Gouverneur Roy Cooper immer noch in Shutdown-Stimmung"

US-Präsident Donald Trump hat mit einer Verlegung des Nominierungsparteitags der Republikaner gedroht, sollte der US-Bundesstaat North Carolina sein Versammlungsverbot nicht aufheben. Die Veranstaltungsstätte in der dortigen Stadt Charlotte, das Spectrum Center, fasst bis zu 50.000 Menschen, aber: "Leider ist der demokratische Gouverneur Roy Cooper immer noch in Shutdown-Stimmung und kann nicht garantieren, dass wir im August die Arena komplett füllen dürfen", schrieb der Präsident bei Twitter.

Auf dem Parteitag vom 24. bis 27. August soll der republikanische Präsidentschaftskandidat für die Wahl im November gekürt werden. Die Nominierung von Trump gilt als sicher. Dennoch sind die "National Conventions" der Parteien mit tausenden Delegierten wichtige Politereignisse in den USA.

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North Carolina hatte seine Corona-Beschränkungen in der vergangenen Woche weiter gelockert, unter anderem dürfen Restaurants wieder öffnen. Größere Versammlungen sind aber nach wie vor verboten.

Donald Trump will "sofort eine Antwort"

Die Partei würde "Millionen von Dollar" ausgeben, ohne zu wissen, ob sie die gesamte Veranstaltungshalle der Stadt nutzen dürfe, kritisierte Trump. Der Gouverneur müsse darauf "sofort eine Antwort" geben.

Andernfalls wären die Republikaner gezwungen, den Parteitag "mit all den damit verbundenen Arbeitsplätzen und der wirtschaftlichen Entwicklung" an einen anderen Ort zu verlegen, drohte der Präsident.

Bei den Demokraten gibt es Überlegungen, den ebenfalls für August geplanten Nominierungsparteitag virtuell abzuhalten. Trump lehnt dies trotz des Corona-Infektionsrisikos ab.

tim / AFP