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"Größte Menge aller Zeiten"?: Weißes Haus ließ Bilder von Trumps Amtseinführung manipulieren

Die bizarre Diskussion über die Größe der Zuschauermenge bei Donald Trumps Inauguration bekommt eine neue Dimension. Aus offiziellen Dokumenten, die dem "Guardian" vorliegen, geht hervor, dass das Weiße Haus "Beweisfotos" manipulieren ließ.

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Die Bilder des Publikums von Donald Trumps Amtseinführung wurden offenbar auf Anweisung des Weißen Hauses manipuliert. Das berichtet der britische "Guardian" und beruft sich dabei auf interne Dokumente, die der Zeitung im Zuge des US-Informationsfreiheitsgesetzes zugänglich gemacht wurden. Laut des "Guardians" habe ein Fotograf freie Stellen auf dem Platz vor dem Weißen Haus herausgeschnitten, damit die Zuschauermenge größer wirkt. Den Unterlagen zufolge habe Donald Trumps damaliger Pressesprecher Sean Spicer darum gebeten.

"Größte Menge bei einer Amtseinführung"

Die Diskussion über die Größe der Zuschauermenge bei Trumps Amtseinführung im Januar 2017 sorgte für Irritationen, da sie Zweifel an Äußerungen aus dem Weißen Haus säte. Trump und sein Sprecher Spicer hatten behauptet, dass zur Inauguration des neuen Präsidenten mehr Menschen erschienen seien als zur Amtseinführung von Barack Obama acht Jahre zuvor – obwohl sämtliches Bildmaterial nahelegt, dass das Gegenteil der Fall war. Im Laufe der Debatte fielen die mittlerweile berühmten Sätze "Es war die größte Menge, die je einer Inauguration beigewohnt haben. Basta! (Sean Spicer) und Sean habe "alternative Fakten" präsentiert. (Kommunikationschefin Kellyanne Conway).

Amtseinführung Trump Menge

Publikum bei der Amtseinführung von Donald Trump 

Picture Alliance

Wie der "Guradian" aus dem Unterlagen des Generalinspekteurs des US-Innenministeriums zitiert, hatte Donald Trump die Bilder der Veranstaltung gesehen und sei verärgert gewesen, da sie eine deutlich kleinere Zuschauermenge zeigten als 2009, als Obama dem Eid abgelegt hatte. Der Fotograf hatte dem US-Präsidenten darauf ein neues Set an Bildern vorgelegt, auf dem leere Flächen weggeschnitten waren. Welche Fotos genau bearbeitet worden waren und ob sie veröffentlicht wurden, sei laut dem britischen Blatt aber unklar.

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Menge soll "Großteil der Fotos ausmachen"

Auslöser für die Manipulation war offenbar Trumps Bitte um Bilder beim Chef des National Park Services (NPS), der als Verwalter des Geländes für die Veranstaltung zuständig war. Zu dem Zeitpunkt kursierten in den sozialen Medien bereits Fotomontagen, die das Publikum vor dem Weißen Haus 2017 und 2009 gegenüberstellten. Eine NPS-Mitarbeiterin wird im dem Bericht mit dem Worten zitiert, "dass der Präsident sicher Bilder mit mehr Zuschauern sehen wolle, aber die vorliegenden zeigen viele freie Flächen." Deswegen sei sie "davon ausgegangen, dass man die Leerstellen abschneiden" sollte. An dem Tag habe Trumps Sprecher Sean Spicer mehrfach Bilder verlangt, auf denen die Menge den "Großteil der Fotos ausmachten".

Einer der offiziellen Fotografen, dessen Name in dem Bericht geschwärzt wurde, habe daraufhin einen Anruf vom NPS erhalten, ein paar weitere Bilder zu bearbeiten. Nach eigener Aussage habe er bei einigen Foto leergebliebe Flächen entfernt und Teile des Himmels weggeschnitten, damit das Motiv "symmetrischer wirkt". Obwohl er keine direkte Ansage von Seiten des NPS bekommen habe, die Bilder derart zu manipulieren, habe er die Anfrage auf diese Weise interpretiert.

Bildbeschneidungen sind "gängige Praxis"

Der Bericht des National Park Service über die Vorkommnisse des Inaugurationstags war bereits im Sommer vergangenen Jahres erschienen, allerdings ohne den Hinweis darauf, dass Bilder manipuliert worden waren. Auf eine entsprechende Anfrage des "Guardians" beim NPS sagte eine Sprecherin, man habe deswegen nichts darüber geschrieben, weil diese Art der Bearbeitung nach Aussage des Fotografen "gängige Praxis" sei.

nik
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.