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Historische Regierungsbildung Durchbruch in Israel – Netanjahu-Gegner einigen sich auf Koalition

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Israel steht vor der Bildung einer neuen Regierung und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor dem Verlust seines vor zwölf Jahren angetretenen Regierungsamtes. Das Präsidialamt teilte am Mittwochabend mit, Oppositionsführer Jair Lapid habe Präsident Reuven Rivlin darüber unterrichtet, dass er eine Mehrheit im Parlament hinter sich versammelt habe und eine neue Regierung bilden könne. Demnach solle zunächst Naftali Bennett von der ultranationalistischen Partei Jamina Ministerpräsident werden, um nach rund zwei Jahren von Lapid abgelöst zu werden. Lapid ist es rund eine Stunde vor Ablauf der Frist zur Bildung einer Regierung gelungen, ein Bündnis von teils gegensätzlichen Partnern zu schmieden. Dazu gehören unter anderem die Zentrumspartei Blau-Weiß, die Arbeitspartei und die nationalistische Jisrael Beitenu. Erstmals in der Geschichte Israels soll mit der Vereinigten Arabischen Liste eine unabhängige arabische Partei Mitglied der Regierung werden. Lapids liberale Partei Jesch Atid war bei der Parlamentswahl am 23. März – der vierten Wahl binnen zwei Jahren – zweitstärkste Kraft hinter dem nationalkonservativen Likud von Netanjahu geworden.
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Nach zwölf Jahren steht in Israel die Regierung von Benjamin Netanjahu vor dem Aus: Kurz vor Fristende gelang Oppositionsführer Jair Lapid die Bildung einer Regierungskoalition ohne den langjährigen Ministerpräsidenten.

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