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Ein Diplomat für Ahmadinedschad Irans neuer Außenminister Ali Akbar Salehi


Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad wollte das Außenministerium schon lange anders besetzen. Am Montag nun setzte der als Hardliner geltende Regierungschef seinen Minister Manuchehr Mottaki ab - und ersetzte ihn durch den Chef der Atombehörde des Landes, Ali Akbar Salehi.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad wollte das Außenministerium schon lange anders besetzen. Am Montag nun setzte der als Hardliner geltende Regierungschef seinen Minister Manuchehr Mottaki ab - und ersetzte ihn durch den Chef der Atombehörde des Landes, Ali Akbar Salehi.

Geboren in der für schiitische Muslime heiligen Stadt Kerbala im Irak, spricht Salehi fließend Arabisch. Seine Affinität zu arabischen Ländern könnte dem neuen Chefdiplomaten nützen - viele arabische Nachbarn haben gespannte Beziehungen zu ihrem persischen Nachbarn.

An der Spitze der iranischen Atombehörde hat Salehi auch diplomatische Erfahrungen gesammelt, ist doch das umstrittene Atomprogramm einer der wichtigsten Gründe für die anhaltenden Spannungen mit der Staatengemeinschaft. Bevor der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) promovierte Salehi 2009 Chef der Behörde wurde, vertrat er die Islamische Republik bei der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA. Auch unter Diplomaten, die im Atomprogramm den Versuch sehen, Kernwaffen zu bauen, erwarb sich Salehi Respekt. Besonders seine Professionalität wurde unter Verhandlungsteilnehmern gelobt. Der Iran weist den Vorwurf, an Atomwaffen zu bauen, zurück.

Reuters Reuters

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