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Nach US-Schießereien Demokraten geben Trumps Rhetorik Mitschuld an Hassverbrechen: "Treibt weiße Vorherrschaft voran"

Mehrere prominente Demokraten beschuldigen US-Präsident Donald Trump, er ebne mit seiner Rhetorik den Weg für Hassverbrechen. 


"Wir müssen die Ideologie der „Weißen Vorherrschaft“ als das benennen, was es wirklich ist – Inlandsterrorismus. Eine Bedrohung für die USA."


Bereits am 30. Juli 2019 warnt die Demokratin Elizabeth Warren vor dem gefährlichen Anstieg der "White Supremacists" in den USA.


Fünf Tage später erschüttern zwei Massaker innerhalb von 24 Stunden die Vereinigten Staaten.


20 Tote in El Paso, neun Tote in Dayton, Dutzende Verletzte.


Daraufhin wiederholt die Senatorin ihre Warnung auf Twitter – und nimmt Donald Trump konkret ins Visier.  


"Wir müssen weißen Nationalismus als das benennen, was er ist: heimischer Terrorismus. Er ist eine Gefahr für die Vereinigten Staaten, und wir haben seinen zerstörerischen Blutzoll dieses Wochenende gesehen. Und wir müssen den Präsidenten selbst herausfordern, der Rassismus und weiße Vorherrschaft vorantreibt."


Ähnliche Kritik kommt auch von anderen demokratischen Präsidentschaftskandidaten:


"Laut der Behörden wurden bei den Schießereien in Daytona neun Menschen getötet und 26 verletzt. Es dauerte weniger als eine Minute. Weniger als eine Minute. Wir können nicht untätig bleiben und zusehen, wie dieses Ausmaß an Gewalt unsere Gemeinschaften verwüstet. Wir brauchen Courage. Wir müssen handeln."


Beto O'Rourke kommt aus dem texanischen El Paso, wo offenbar ein Rechtsextremist 20 Menschen in einem Einkaufszentrum erschoss.


"Präsident Trumps Rassismus greift nicht nur unsere Empfindlichkeit an; er ändert grundsätzlich den Charakter dieses Landes. Und er führt zur Gewalt."


Auch für den Demokraten Cory Booker, der den Bundesstaat New Jersey im US-Senat vertritt, ist Donald Trump für die erneuten Schießereien verantwortlich.


Trump habe Begriffe wie 'Verseuchung', 'Invasion' und 'Drecksloch-Länder' erst salonfähig gemacht und Neo-Nazis und Rassisten nie offiziell verurteilt.


In dieselbe Kerbe schlägt Pete Buttigieg, der zur schnellen Umsetzung wenigstens einfachster Waffengesetze aufruft.


Bernie Sanders fordert seine Landsleute auf, zusammenzustehen. Der Senat solle endlich handeln und härtere Waffengesetze verabschieden, um den Tragödien ein Ende zu setzen.


Ob auch dieser erneute Aufruf zur Waffenreform ins Leere läuft, bleibt offen.


Klar ist: Die Wut über den steigenden Rassismus und das Versagen der Waffenkontrolle werden die USA noch bis zu den Präsidentschaftswahlen 2020 beschäftigen. 
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Nach den Massakern in El Paso und Dayton haben die demokratischen Präsidentschaftskandidaten die Taten mit den Tiraden des US-Präsidenten in Verbindung gebracht. Für Elizabeth Warren, Beto O'Rourke oder Bernie Sanders steht fest: Donald Trump macht Nationalismus in den USA wieder salonfähig. 

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