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Entführte UN-Soldaten: USA machen Al-Nusra-Front verantwortlich

Laut US-Außenministerium geht die Entführung der 43 UN-Soldaten auf den Golöanhöhen auf das Konto der islamistischen Al-Nusra-Front. Washington fordert die "bedingungslose und sofortige Freilassung".

Ein Soldat der Undof-Mission kontrolliert von einem Wachposten aus die Golanhöhen. Dort sollen am Donnerstag 43 seiner Kameraden durch Kämpfer der Al-Nusra-Front festgenommen worden sein.

Ein Soldat der Undof-Mission kontrolliert von einem Wachposten aus die Golanhöhen. Dort sollen am Donnerstag 43 seiner Kameraden durch Kämpfer der Al-Nusra-Front festgenommen worden sein.

Nach der Entführung von 43 UN-Soldaten auf den Golanhöhen haben die USA die islamistische Al-Nusra-Front für die Tat verantwortlich gemacht. Washington verlange die "bedingungslose und sofortige Freilassung" der Blauhelme, erklärte am Donnerstag das Außenministerium in Washington.

Die Entführung der UN-Soldaten gehe auf das Konto "nicht-staatlicher bewaffneter Gruppen, darunter die vom UN-Sicherheitsrat als Terrorgruppe eingestufte Al-Nusra-Front". Diese ist der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al Kaida.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden die 43 Soldaten von den Fidschi-Inseln am Donnerstag auf der syrischen Seite der Golanhöhen gefangen genommen. Sie gehören der UN-Beobachtertruppe für Truppenentflechtung (Undof) an, die eine 1974 zwischen Israel und Syrien geschlossene Waffenruhe überwacht. Weitere 81 philippinische Soldaten wurden von den Angreifern belagert. Sie hatten sich nach Angaben aus Manila geweigert, ihre Waffen niederzulegen. Sie konnten zunächst ihre Stellungen nicht verlassen.

1200 Soldaten gehören zur Undof-Mission

Zu der Undof-Mission gehören derzeit rund 1200 Soldaten aus sechs Ländern - Indien, Irland, den Niederlanden, Nepal, den Philippinen und von den Fidschi-Inseln. Die westlichen zwei Drittel (1200 Quadratkilometer) des Golan wurden 1967 von Israel besetzt und 1981 annektiert, was die internationale Staatengemeinschaft nicht anerkennt. Die übrigen 510 Quadratkilometer blieben unter syrischer Kontrolle.

mod/AFP / AFP
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