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Erstürmung des US-Kapitols Vertraute von Ex-Präsident Trump müssen vor den Untersuchungsausschuss

Steve Bannon
Trumps Ex-Berater Steve Bannon muss vor den Untersuchungsausschuss
© Eduardo Munoz Alvarez/AP / AFP
Neun Monate nach der Erstürmung des US-Kapitols soll ein Untersuchungsausschuss die Hintergründe zur Erstürmung des Kapitols aufklären. Am Donnerstag wurden deshalb vier Vertraute von Ex-Präsident Donald Trump geladen – mit dabei Steve Bannon und Mark Meadows.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols hat vier enge Vertraute des ehemaligen Präsidenten Donald Trump vorgeladen. Der Ausschuss wirft allen vier Männern vor, auf unterschiedliche Art und Weise zu versucht haben, die Bestätigung der Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten zu verhindern oder Informationen über derartige Versuche zu haben.

Sie sollen vor oder am 6. Januar mit Trump in Kontakt gestanden haben und mutmaßlich relevante Informationen über die Vorgeschichte des Angriffs haben. Dies solle nun untersucht werden. Ziel sei es, "die Fakten, Umstände und Ursachen" der Kapitol-Attacke aufzuklären.

Vertraute sollen vor dem Kongress aussagen

Zu den vorgeladenen Personen zählt unter anderem der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon und ein Ex-Beamter des Verteidigungsministeriums, teilte der Ausschutzvorsitzende Bennie G. Thompson am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Am Donnerstag lud der Ausschuss des Repräsentantenhauses Trumps ehemaligen Stabschef Mark Meadows. Er soll dem Ausschuss laut der Vorladung schildern, was Trump und sein Umfeld am 6. Januar über die "Ereignisse auf dem Capitol Hill" gesagt hatten.

Ebenfalls geladen ist der ehemalige Berater Dan Scavino. Er soll mit Trump am 5. Januar darüber gesprochen haben, wie die Mitglieder des Kongresses davon überzeugt werden sollten, die Wahl von Trumps Nachfolger Joe Biden nicht zu bestätigen. Die Bestätigungssitzung war der Anlass, weshalb am 6. Januar hunderte Trump-Anhänger nach einer Ansprache des scheidenden Präsidenten das Kapitol stürmten. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

Der Ausschuss verlangt, dass die vier Männer bis zum 7. Oktober eine Reihe von Dokumenten vorlegen und in der darauf folgenden Woche vor dem Kongress aussagen.

cl AFP DPA

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