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Explosion bei Protestmarsch: Granate verletzt 28 Demonstranten in Bangkok

Bei den Anti-Regierungs-Protesten in Thailands Hauptstadt ist eine Granate detoniert. 28 Menschen wurden dabei verletzt. Unter den Teilnehmern war auch der Protestanführer Suthep Thaugsuban.

Bei einem Protestmarsch in Bangkok ist am Freitag ein Sprengsatz explodiert und hat mindestens 28 Menschen verletzt. Der demonstrantenfreundliche Fernsehsender "BlueSky" sprach von einer Attacke mit einer Granate. Protestanführer Suthep Thaugsuban, der an der Spitze des Marsches lief, wurde nicht verletzt. Die Sprengsatz explodierte nach diesen Angaben 100 Meter hinter ihm.

Andernorts in Bangkok formierten sich Anhänger der Regierung. Sie wollten Demonstranten konfrontieren, die einen Regierungskomplex belagern, berichtete die Zeitung "Nation". Sicherheitskräfte hielten die beiden Lager getrennt, hieß es.

Premierministerin will Wahlen nicht absagen

Zehntausende Regierungsgegner demonstrieren seit November in Bangkok gegen die Regierung. Sie werfen der Familie von Premierministerin Yingluck Shinawatra Korruption und Wahlstimmenkauf vor. Sie wollen die für den 2. Februar geplanten Wahlen verhindern und verlangen einen ernannten Technokratenrat, der die Regierungsgeschäfte auf unbestimmte Zeit führen soll.

Yingluck lehnte die Verschiebung der Wahlen erneut ab. Das Gesetz lasse das nicht zu, sagte sie vor Vertretern ausländischer Medien. Ihre Familie ziehe sich auch nicht aus der Politik zurück. "Unsere Familie ist ein Opfer", sagte sie. "Wir machen nur unsere Arbeit, und wenn man uns loswerden will, kann man das nur durch Wahlen tun."

amt/DPA / DPA