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Frankreich: Einwanderung, Sicherheit, Europa - Was Macron und Le Pen wollen

Emmanuel Macron und Marine Le Pen werden in die Stichwahl um Frankreichs Präsidentenamt gehen. Aber was haben sie für politische Ziele? Fünf zentrale Wahlkampfthemen im Vergleich.

Zwei Bilder mit schwarzem Hintergrund zeigen die französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron und Marine Le Pen

Wer wird am 7. Mai in den Pariser Eysée-Palast gewählt? Emmanuel Macron oder Marine Le Pen?

Sie haben völlig konträre Ansichten zu EU und Globalisierung: Die Programme der französischen Präsidentschaftsfinalisten Emmanuel Macron und Marine Le Pen unterscheiden sich stark. Ein Vergleich:

Einwanderung

Marine Le Pen: Die Rechtspopulistin will die Einwanderung drastisch einschränken und die Bedingungen des Asylrechts einschränken. Wer illegal nach Frankreich kommt, soll keine Chance auf Legalisierung und Staatsbürgerschaft haben.

Emmanuel Macron: Er will lokale Integrationsprogramme schaffen. Am aktuellen Flüchtlingskurs will er festhalten. Asylanträge sollen in höchstens sechs Monaten bearbeitet werden.

Europa

Le Pen: Sie will die Euro-Währung verlassen und raus aus dem Schengen-Raum für Reisen ohne Grenzkontrollen. Außerdem verspricht sie ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Frankreichs.

Macron: Der Ex-Wirtschaftsminister will die Eurozone in einer engen Partnerschaft mit Deutschland reformieren. Die Eurozone soll einen eigenen Haushalt, ein Parlament und einen Finanzminister bekommen.


Sicherheit

Le Pen: Ausweisung von ausländischen Straftätern und Menschen, die von Behörden als islamistische Gefährder eingestuft werden. Sie plant die Einstellung von 15.000 Polizisten und 40.000 neue Gefängnisplätze.

Macron: Er will 10.000 neue Polizisten einstellen und 15.000 Gefängnisplätze schaffen. Er will die Arbeit der Geheimdienste im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bündeln.

Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik

Le Pen: Sie will zur Rente mit 60 statt 62 zurückkehren und weniger Steuern für Geringerverdiener. Produkte von Firmen, die Fabriken ins Ausland verlagern, sollen mit 35 Prozent besteuert werden.

Macron: Der Ex-Wirtschaftsminister will das Land wettbewerbsfähiger machen, 120.000 Stellen im öffentlichen Dienst abbauen und in fünf Jahren 60 Milliarden Euro einsparen.


tkr / DPA