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Beauftragte für Gleichstellung: Frankreich will Eltern verbieten, Kinder Ohrfeigen oder einen Klaps auf den Po zu geben

In Frankreich ist körperlichen Züchtigung von Kindern noch immer nicht per Gesetz verboten. Eine Staatssekretärin will dies nun ändern, auch weil der Europarat Druck macht.

Ein Schnuller liegt auf dem Boden

Der Europarat hatte Frankreich bereits 2015 ermahnt, die Europäische Sozialcharta umzusetzen, die von den Mitgliedstaaten ein Verbot jeder Gewalt gegen Kinder verlangt

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Die französische Staatssekretärin für Gleichstellung, Marlène Schiappa, will Eltern den Klaps auf den Po oder die Wange ihrer Kinder verbieten. Sie machte sich am Donnerstag für einen Gesetzentwurf stark, mit dem Frankreich mit mehrjähriger Verspätung eine europäische Vorgabe zum Verbot der körperlichen Züchtigung umsetzt. "Es gibt keine kleine Ohrfeige", sagte sie dem Sender France Info.

Schiappa sagte, sie persönlich unterstütze das geplante Gesetz zum Verbot der sogenannten "erzieherischen Gewalt", das am 29. November im Parlament beraten wird. Die Regierung habe ihre Haltung allerdings noch nicht abgestimmt. "Aber im Jahr 2018 sehe ich nicht, was Schläge auf den Hintern und andere erzieherische Gewalt rechtfertigen könnte", betonte die Staatssekretärin.

Frankreich von Europarat ermahnt

Der Europarat hatte Frankreich 2015 ermahnt, die Europäische Sozialcharta umzusetzen, die von den Mitgliedstaaten ein Verbot jeder Gewalt gegen Kinder verlangt. Ein erstes Gesetz wurde im Januar 2017 wegen formaler Mängel vom Verfassungsrat gekippt. In Deutschland ist Eltern und Lehrern die körperliche Züchtigung bereits seit dem Jahr 2000 strafrechtlich untersagt.    

Sanktionen gegen gewalttätige Eltern sieht auch der neue französische Gesetzentwurf nicht vor. Er wird von den Liberalen getragen, die mit Präsident Emmanuel Macron verbündet sind, sowie von mehreren Oppositionsgruppen. 

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fin / AFP