Geiselnahme Iran lässt inhaftierten Deutschen Klein frei


Der Deutsche Donald Klein ist laut Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus iranischer Haft entlassen worden. Klein sei nun in der deutschen Botschaft in Teheran und solle schnellstmöglich nach Deutschland zurückkehren.

Der seit Ende 2005 im Iran inhaftierte Pfälzer Donald Klein ist frei. Klein ist am Abend aus dem Gefängnis in Teheran entlassen worden, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin. Er befinde sich sicher in deutscher Obhut.

Beim Hochseefischen festgenommen

Der 53-Jährige, der aus Lambsheim bei Ludwigshafen stammt, und sein französischer Begleiter Stéphane Lherbier waren am 29. November 2005 beim Hochseefischen in iranische Hoheitsgewässer geraten und festgenommen worden. Wegen illegalen Grenzübertritts wurden sie zu je 18 Monaten Haft verurteilt. Lherbier war bereits am 25. Februar freigekommen.

Das Auswärtige Amt hatte sich immer wieder um Kleins Freilassung bemüht, dessen Haft regulär Ende Mai geendet hätte. Lherbier war nach Angaben aus Teheran von der Justiz aus humanitären Gründen beantragt und vom obersten iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei bestätigt worden. Im Fall Klein lief demnach das gleiche Verfahren.

Politiker und die Familien der Inhaftierten hatten sich in den vergangenen Monaten immer wieder für die vorzeitige Haftentlassung der beiden Männer eingesetzt. Zuletzt hatte sich auch Bundespräsident Horst Köhler mit einem Gnadengesuch für Klein an Chamenei gewandt.


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