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Strafrecht im Ausland: Im Urlaub verhaftet

Andere Länder, andere Gesetze: Viele deutsche Touristen vergessen, dass das Strafrecht in Urlaubsländern teilweise erheblich von den in Deutschland geltenden Gesetzen abweicht. Wann ein Urlaub im Knast enden kann.

Von Jens Maier

Das Urlaubsangebot im Internet klang gut: Sonne und Strand für unter 500 Euro pro Woche. Ein Schnäppchen, dachte sich Markus Hellberg* aus Hamburg, und schlug zu. Im Mai 2006 reiste er nach Marokko. Doch der Urlaub endete beinahe mit einer Verhaftung. Grund war ein Herrenbesuch in seinem Hotelzimmer.

Die Bar in Agadir war in einem schwulen Reiseführer als einschlägig beschrieben worden: "'Hot Spot für Gays' stand da", sagt Markus. "Es waren nur Männer dort, und ich habe einen 23-jährigen Marokkaner kennengelernt", erzählt er. Der Abend endete damit, dass Markus seine Bekanntschaft in sein Zimmer im Hotel "Les Omayades" in Agadir einlud. "Als wir im Hotel ankamen, hat keiner was gesagt. Wir sind auf mein Zimmer und hatten dort Sex." Doch das Hotelpersonal schien aufmerksam gewesen zu sein. Als sein Besuch das Hotel wieder verlassen wollte, hielten ihn Angestellte auf. "In der Lobby wurden wir zur Rede gestellt", erinnert sich Markus. Ein Mitarbeiter drohte uns: "Wir wissen was sie gemacht haben, die Polizei ist unterwegs." Markus kamen seine paar Brocken französisch zu Gute. "Wir haben auf meinem Zimmer nur Musik gehört. Ich bin Deutscher", wiederholte er wieder und wieder. Das Hotel beließ es bei einer Belehrung. Dass die Polizei schon verständigt wäre, erwies sich als Bluff. Das ganze lief für Markus mehr als glimpflich. Der Urlaub hätte für ihn in einem marokkanischen Gefängnis enden können.

Homosexuelle und außereheliche Sexualkontakte unter Strafe

Gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind in Marokko verboten und können mit einer Haftstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren bestraft werden. Zwar werden bei ausländischen Touristen meist beide Augen zugedrückt, doch auf Druck von moslemischer Seite kommt das Gesetz wieder verstärkt zur Anwendung. 2004 wurden ein 66-jähriger Brite und ein 18-jähriger Marokkaner zu jeweils einem Jahr Gefängnis verurteilt. Unter Strafe stehen nicht nur homosexuelle, sondern auch außereheliche Kontakte zwischen Mann und Frau. Das gilt nicht nur in Marokko, sondern in fast allen islamischen Ländern. Prostitution und Ehebruch sind beispielsweise in Ägypten, anders als im deutschen Recht, ausdrücklich strafbar. Auch Alkoholkonsum kann zum Problem werden. Alkohol ist in den meisten islamischen Ländern nur in lizenzierten Aufenthaltshotels erlaubt - und schon gar nicht in der Öffentlichkeit.

Was im jeweiligen Urlaubsland verboten ist, wissen die wenigsten deutschen Touristen. "Das wäre auch zu viel verlangt, sagt der zuständige Sprecher für Konsularfälle im Auswärtigen Amt, und rät dazu, die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes vor Reiseantritt zu lesen. Die Deutschen im Ausland sind alles andere als Unschuldslämmer. "2500 bis 3500 inhaftierte Deutsche werden jährlich im Ausland von den Botschaften oder Generalkonsulaten betreut. Die meisten wegen Drogendelikten oder Gewalttaten", bestätigt der Sprecher. Es gibt allerdings auch zahlreiche Fälle, wo eine Verhaftung die Folge von kuriosen Gesetzeslagen, Naivität oder gar Leichtsinn der Handelnden ist.

Souvenirjäger aufgepasst

Wie der von Stefan G. aus Münster. Der Familienvater wurde 2003 in der Türkei vom Zoll verhaftet, nachdem die Kontrolleure im Gepäck des Sohnes einen angeblich antiken Stein entdeckt hatten. Der Sohn hatte den Stein am Strand gefunden und eingepackt. Was die Familien nicht wusste: Auf den Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von "Kultur- und Naturgütern" stehen in der Türkei bis zu zehn Jahre Haft, da diese als staatliches Eigentum gelten. Erst auf Druck der deutschen Behörden und nach vier Wochen Untersuchungshaft kam Stefan G. wieder frei und durfte ausreisen.

"Die Ausfuhr von Antiquitäten oder Kunstgegenständen ist in vielen Ländern, auch in Europa, verboten", bestätigt der Außenamtssprecher. Nicht nur in der Türkei, sondern auch in Russland und der Ukraine gelten hierfür besondere Bestimmungen. Bei Verstößen sind auch für Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen gängige Praxis, auch wenn es sich nur um alt aussehende Gegenstände von vermeintlich geringem Wert handelt. Unter das Kapitel Leichtsinn fällt sicher einer der spektakulärsten Fälle der vergangenen Jahre: die des Hochseeanglers Donald Klein. Der deutsche Urlauber war 2005 auf einer Angeltour im Persischen Golf unterwegs und wurde von der iranischen Marine festgenommen. Der Vorwurf: Er sei in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen. Wegen illegalen Grenzübertritts wurde er zu 18 Monaten Haft verurteilt und kam erst im März dieses Jahres frei.

Autofahrer besonders gefährdet

Dass auch schon eine Nacht im Gefängnis unangenehm sein kann, diese Erfahrung musste Ansgar Kleber aus Baden-Baden machen, als er 1999 mit einem Mietwagen in Florida unterwegs war. Denn auch in westlichen Ländern wie den USA kann ein Urlaub schneller im Knast enden, als man denkt. "Wegen einer roten Ampel wurde ich eingesperrt", sagt der 34-Jährige. "Ich bin zwar noch bei gelb in die Kreuzung eingefahren, doch in den USA hängen die Ampeln meist über der Kreuzung und nicht davor. Als ich die Mitte passierte, sprang die Ampel auf rot. Das fand der Officer, der mich angehalten hat, offenbar gar nicht lustig." Kleber kam erst am nächsten Morgen frei, nachdem ein Richter eine Kaution festgelegt hatte.

Alkoholdelikte am Steuer werden in den USA ebenfalls hart bestraft. Das Kuriose: Selbst wenn der Fahrer die gesetzliche Promillegrenze, die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich ist, einhält, kann er verknackt werden - auch ohne Unfall. "Ob ein Fahrer noch fahrtauglich ist entscheidet nicht der Alkoholwert, sondern der Eindruck, den der Polizist sich gemacht hat", berichtet Susan Kayler, Rechtsanwältin aus Arizona, auf der Webseite ihrer Kanzlei. "Der Staat muss nicht beweisen, dass die in Arizona gültige 0,8-Promille-Grenze eingehalten wurde. Man ist schuldig, wenn es auch nur den geringsten Hinweis darauf gibt, dass die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt ist." Sollte das der Fall sein, wird dies mit zehn Tagen Gefängnis bestraft. Ihr Rat an Autofahrer in den USA lautet deshalb: "Wer trinkt, sollte den Wagen lieber stehen lassen."

Im Notfall Konsulat verständigen

Egal aus welchem Grund, wer im Urlaub verhaftet wird, sollte auf jeden Fall die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik verständigen. "Egal welcher Notfall eintritt: Wir sind da, um Deutschen im Ausland zu helfen", sagt der Außenamtssprecher. Bundesbürger haben sogar einen Rechtsanspruch auf die Hilfe von deutschen Vertretungen. Auch wenn ein Urlauber bei selbst verschuldeten Notlagen mit dem Gastland in Konflikt gerät, kann er jederzeit die deutsche Botschaft oder ein Konsulat anrufen. Dort gibt es auch am Wochenende immer einen Bereitschaftsdienst.

*Name von der Redaktion geändert

Ägypten

Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit harten Strafen (Gefängnis bis hin zur Todesstrafe in besonders schweren Fällen) geahndet.

Ägypten ist im Hinblick auf Moralvorstellungen und Verhaltensregeln ein vergleichsweise liberales Land. Dennoch werden bestimmte Verhaltensweisen vom ägyptischen Recht als unmoralisch missbilligt und können unter Umständen strafrechtlich verfolgt werden. Dies gilt insbesondere für Prostitution und Ehebruch, die anders als im deutschen Recht ausdrücklich strafbar sind. Darüber hinaus bestehen weit gefasste Tatbestände zum Schutz der Moral oder Religion, nach denen auch Homosexualität geahndet werden kann, zumal wenn sie offen gezeigt wird. Allerdings ist bisher kein Fall bekannt geworden, in dem ein ausländischer Tourist tatsächlich aufgrund dieser allgemeinen Bestimmungen strafrechtlich verfolgt wurde.

Quelle: Auswärtiges Amt

Brasilien

Drogen: Vor Drogenkonsum und Drogenhandel wird nachdrücklich gewarnt. Drogendelikte werden in Brasilien streng geahndet und es drohen hohe Strafen. Haftstrafen müssen regelmäßig - oft unter schwer erträglichen Bedingungen - in Brasilien verbüßt werden.

Sexualstraftaten: Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird in Brasilien mit Freiheitsstrafe zwischen vier und zehn Jahren geahndet. Die Täter müssen regelmäßig mit Inhaftierung und Bloßstellung in der Presse rechnen. Darüber hinaus werden solche Taten, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt.

Es wird darauf hingewiesen, dass auch einvernehmliche sexuelle Handlungen mit unter 18-Jährigen nach brasilianischem Recht strafbar sind. In der Vergangenheit führte bereits das Fotografieren von Kindern und Jugendlichen in Badebekleidung am Strand zum Einschreiten der brasilianischen Behörden. Zu besonderer Zurückhaltung in diesem Bereich wird deshalb dringen geraten.

Tier- und Pflanzenschutz: Brasilien verfügt über strenge Strafvorschriften zum Schutz von Flora und Fauna. Verstöße werden von den bras. Behörden konsequent verfolgt und auch mit Haftstrafen geahndet. Besonders streng werden Versuche verfolgt, frei lebende und geschützte Pflanzen und Tiere aus Brasilien zu exportieren. Das gilt für nahezu alle Sorten von Zierfischen aus dem Amazonasbecken, für Pflanzensetzlinge und –samen sowie für Insekten und Spinnen (Vogelspinne!). Bereits der Transport geschützter Tiere oder Pflanzen von einem bras. Bundesstaat in einen anderen ist – sofern keine ausdrückliche staatliche Genehmigung vorliegt – strafbar. Angesichts des umfangreichen und damit zwangsläufig unübersichtlichen Katalogs von in Brasilien geschützten Tieren und Pflanzen wird Reisenden geraten, keine Tiere oder Pflanzen zu kaufen, zu sammeln oder auszuführen. Unabhängig von den bras. Regelungen ist zu beachten, dass auch die Einfuhr nach Deutschland von solchen Tieren und Pflanzen, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt sind, unzulässig ist bzw. nur bei Vorliegen einer entsprechenden Einfuhrgenehmigung erlaubt ist.

Quelle: Auswärtiges Amt

Jamaika

Jamaika ist kein Drogenparadies. Handel und Besitz von Drogen werden hart bestraft (zunächst Untersuchungshaft bis zur Verhandlung, Urteil lautet meist auf Geldstrafe und/oder Gefängnis und danach Abschiebung).

Geschlechtsverkehr unter Gleichgeschlechtlichen ist in Jamaika strafbar. Die tatsächliche Strafverfolgung ist sehr uneinheitlich. Ein großer Teil der Bevölkerung ist Gleichgeschlechtlichen gegenüber feindlich eingestellt. Es hat in jüngster Zeit mehrfach Übergriffe gegen Homosexuelle gegeben.

Quelle: Auswärtiges Amt

Marokko

Der Besitz von Rauschgift wird in Marokko mit Haftstrafen von bis zu 10 Jahren sowie hohen Geld- und Zollstrafen geahndet. Bereits der Besitz kleinster Mengen ist strafbar. Besondere Vorsicht gilt bei Fahrten durch das Rifgebirge, dem weltweit größten Cannabisanbaugebiet. Außereheliche und gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind in Marokko Straftatbestände. Pädophile Handlungen werden strafrechtlich verfolgt.

Quelle: Auswärtiges Amt

Russland

Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen, sofern sie aus der Zeit vor 1945 stammen, ist grundsätzlich verboten. Insbesondere bei Ikonen wird diese Regelung streng überwacht. In anderen Fällen ist in der Regel eine Bescheinigung des Kulturministeriums erforderlich. In Zweifelsfällen sollte der russische Zoll vorab kontaktiert werden.

Bei einigen technischen Einrichtungen ist das Fotografieren verboten. Es wird zu Vorsicht geraten, da nicht alle Fotografierverbote angezeigt sind. Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden.

Hinweis für Touristen, insbesondere Wanderer: im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad) ist die„grüne Grenze“ an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert. Wer die Grenze von Polen aus (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und mehrjähriger Haftstrafe rechnen. Gleiches gilt für die litauisch-russische Grenze (Kurischen Nehrung). Auf der ca. 4 km langen Grenze gibt es nach wie vor keinen (durchgehenden) Zaun im Bereich der Dünen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Thailand

Majestätsbeleidigung: Das thailändische Königshaus genießt besonderen Respekt. Abfällige oder kritische Bemerkungen sind zu vermeiden. Majestätsbeleidigung wird in Thailand hart bestraft.

Erregung öffentlichen Ärgernisses: Nacktbaden, Baden ohne Bikinioberteil sowie sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit sind verboten und können bestraft werden.

Ausweispflicht: Reisende sind verpflichtet stets ihre Ausweise mit sich zu führen. Es werden häufig Ausweiskontrollen insbesondere in den Vergnügungsvierteln der Hauptstadt, aber auch in Pattaya, Phuket und Chiang Mai durchgeführt. Eine Kopie des Passes ist ausreichend, sofern auch die Seite mit dem thailändischen Visum bzw. Einreisestempel kopiert und mitgeführt wird. Bei Identitätskontrollen in Diskotheken, Bars oder Massagesalons können auch Urinproben genommen werden, um die Einnahme unerlaubter Drogen zu testen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Türkei

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der Türkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist. In der Türkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 - 20 Jahre Gefängnis für Einfuhr, 6 - 12 Jahre Gefängnis für Ausfuhr). Ebenfalls hart geahndet (Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von "Kultur- und Naturgütern", da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei Verstößen sind auch für Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z.Zt. ca. 9.000,- Euro) gängige Praxis, auch wenn es sich um Antiquitäten bzw. alt aussehende Gegenstände von vermeintlich geringem Wert handelt. In Einzelfällen wurden Haftstrafen verhängt. Es wird daher nachdrücklich davor gewarnt, von Händlern z.B. Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “Antiquitäten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es für Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als Antiquität geschützt ist, sollten Reisende, die über keine entsprechende Genehmigung der zuständigen türkischen Behörden verfügen, generell Steine, Münzen, Fossilien und alt aussehende Gegenstände nicht in ihrem Reisegepäck auszuführen versuchen. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem türkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen. Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den türkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.

Quelle: Auswärtiges Amt

USA

Sollten Sie wegen des Verdachts einer Straftat in Polizeigewahrsam genommen werden, müssen Sie mit einem Verfahren rechnen, das sich in manchen Punkten erheblich von dem in Deutschland unterscheidet. Strafverfolgungsmaßnahmen und Strafmaß des US-amerikanischen Rechtssystems sind zum Teil erheblich härter als in der Bundesrepublik Deutschland.

Im Falle einer Verhaftung haben Sie gem. Art. 36 der Wiener Konsularrechtskonvention das Recht zu verlangen, dass die zuständige deutsche Auslandsvertretung informiert wird. Hierauf sollten Sie bestehen. Die deutschen Auslandsvertretungen können Sie dann konsularisch betreuen. Exekutive Befugnisse gegenüber amerikanischen Stellen haben sie aber nicht, können also beispielsweise nicht Ihre Freilassung anordnen. Sie können auch nicht Ihre Verteidigung übernehmen, Sie jedoch erforderlichenfalls dabei unterstützen, einen geeigneten Rechtsanwalt zu finden.

Auf folgende Punkte wird besonders hingewiesen: - Rauschmittel: Schon der Besitz geringster Mengen von Rauschmitteln, auch wenn es sich um Mittel oder Mengen handelt, deren Besitz in Deutschland häufig nicht strafrechtlich verfolgt wird, zieht ausnahmslos eine lebenslange Einreisesperre nach sich und kann zu langjährigen Haftstrafen führen. Hinzu kommen sehr hohe Zollforderungen, schnell über Hunderttausende US-D. Bereits bei der Einreise in die USA (auch wenn es sich "nur" um einen Transit handelt, also ein Umsteigen auf dem Flughafen) werden strenge Kontrollen durchgeführt. - Unerlaubte Aufenthaltsverlängerung und Arbeiten ohne Arbeitserlaubnis: Nehmen Sie keinen Job an, um sich ein Reisetaschengeld zu verdienen, es sei denn, Sie haben eine Arbeitserlaubnis. Illegale Arbeitsaufnahme kann zu Gefängnisstrafen und Ausweisung führen. Bleiben Sie nicht länger in den USA, als es Ihre in Ihren Pass geheftete Einreisekarte erlaubt. - Alkoholgenuss: In der Öffentlichkeit fast überall verboten. Schon das sichtbare Tragen alkoholischer Getränke ist normalerweise strafbar. Dies gilt auch für Nationalparks o.ä. Alkohol darf nicht an unter 21jährige abgegeben werden. Eventuell müssen Sie per Ausweis beweisen, dass Sie schon 21 Jahre alt sind. - Rauchverbote: Werden in den USA häufiger verhängt als bei uns in Deutschland. Es wird empfohlen, die Rauchverbote unbedingt einzuhalten, da auch hier Ordnungsstrafen drohen können - Nacktbaden: Auch wenn die Gesetze in den einzelnen Bundesstaaten, die Nacktheit generell als "indecent exposure" unter Strafe stellen, rar geworden sind, sollte unbedingt beachtet werden, dass Nacktbaden und selbst das Umziehen am Strand als Erregung öffentlichen Ärgernisses aufgefasst werden und daher zu Unannehmlichkeiten führen kann. Nur an einigen wenigen Stränden ist Nacktbaden zulässig oder wird zumindest geduldet. An allen anderen Stränden sollte Nacktbaden -am besten auch von Kleinkindern-unterlassen werden. Gleiches gilt für das Baden "oben ohne" - nicht nur von erwachsenen Frauen, sondern auch von kleinen Mädchen. - Öffentliches Stillen: Das Stillen von Babys in der Öffentlichkeit wird zwar mittlerweile in wohl allen Bundesstaaten von den "indecent exposure"-Strafvorschriften ausgenommen, sollte wie das Nacktbaden am besten jedoch zumindest in Restaurants und Bars bzw. in weniger "liberalen" Gegenden unterlassen werden. - Nacktfotos: Kinderpornografie und -missbrauch werden in den USA strengstens verfolgt und geahndet. Schon möglicherweise geringe Verdachtsmomente werden von einer wachsamen Bevölkerung an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Insofern sollte das Fotografieren nicht vollständig bekleideter Kinder (auch der eigenen z.B. im Garten oder in der Badewanne) unterlassen werden! Die Grenzen zwischen harmlosen Familienfotos und strafbaren "sexuell suggestiven" Fotos verlaufen in den Augen der Ermittlungsbeamten fließend. Eine Anzeige (durch Nachbarn oder ein mit der Filmentwicklung beauftragtes Fotogeschäft) kann langwierige Ermittungsverfahren, im schlimmsten Fall sogar Gefängnisstrafen nach sich ziehen. - Verletzung der Aufsichtspflicht: In den USA kann das Unbeaufsichtigtlassen von Kindern bestimmter Altersstufen strafbar sein und unter Umständen geahndet werden. Dies sollten auch Touristen, die ihre Kinder etwa nur kurz im Hotel oder im Auto zurücklassen wollen, unbedingt beachten. Zwar setzen nur wenige Bundesstaaten diesbezüglich feste Altersgrenzen fest (z.B. Maryland, wo das Alleinlassen von Kindern unter 8 Jahren unter Strafe gestellt ist; oder Illinois, wo Kinder unter 14 Jahren nicht für "unangemessen lange" Zeit allein gelassen werden dürfen). In allen anderen Staaten kommen meist lokale Richtlinien zur Anwendung, bei denen das Mindestalter unbeaufsichtigter Kinder generell zwischen 12-13 Jahren schwankt, und es auch auf die Dauer des Alleinseins ankommt. Grundsätzlich gilt daher, dass Kinder unter 8 Jahren nie, Kinder unter 12 oder 13 Jahren nur kürzeste Zeit unbeaufsichtigt gelassen werden sollten. - Prostitution: In vielen Bundesstaaten der USA ist es strafbar, mit Prostituierten geschlechtlich zu verkehren. Schon das Ansprechen einer Prostituierten kann strafbar sein. - Stalking: In den USA ist das wiederholte Verfolgen oder die wiederholte Belästigung einer anderen Person, "Stalking" genannt, strafbar. - ... und zu guter Letzt: Sollten Sie einen Strafzettel ("Ticket") für falsches Parken, überhöhte Geschwindigkeit oder Ähnliches erhalten haben: Bitte zahlen Sie! Anderenfalls drohen beim nächsten USA-Aufenthalt Einreisesperre oder Polizeigewahrsam. Amerikanische Polizisten erwarten, dass Autofahrer, die sie zum Anhalten auffordern, im Fahrzeug sitzen bleiben, das Fenster herabrollen und beide Hände sichtbar auf das Lenkrad legen. Aussteigen o.ä. empfinden sie als Bedrohung und reagieren gegebenenfalls mit Selbstverteidigungsmaßnahmen

Quelle: Auswärtiges Amt

Vereinigte Arabische Emirate

Auf Drogenbesitz - auch zum Eigenkonsum, auch sog. weiche Drogen - stehen in den Vereinigten Arabischen Emiraten drakonische Strafen. Für Drogenhandel kann die Todesstrafe verhängt werden.Man macht sich beim

Fotografieren/Filmen von folgenden Einrichtungen unter Umständen strafbar: militärische Anlagen, Häfen, Flughäfen, Herrscherpaläste, öffentliche Gebäude, Industrieanlagen, Erdöl-/Erdgasanlagen.

Die VAE sind ein islamisches Land. Alkoholkonsum ist nur in lizenzierten Aufenthaltsho¬tels erlaubt. Alkoholkonsum im Emirat Sharjah ist gänzlich untersagt. Alkoholverstöße (z.B. Alkohol am Steuer) werden in den VAE streng bestraft, meist mit Haftstrafen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(