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Griechenland Tspiras macht bei Renten und Löhne keine Kompromisse


Alexis Tsipras bleibt in den Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland bei seinen Forderungen. Kommt es zu keiner Einigung, droht der griechischen Regierung das Geld auszugehen.

In den Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland beharrt die Athener Regierung auf ihren zentralen Forderungen. Ministerpräsident Alexis Tsipras sagte am Freitag, er werde seine wichtigsten Positionen nicht aufgeben. Niemand solle denken, dass die griechische Seite mit der Zeit an Widerstandskraft verliere und rote Linien aufgebe. "Falls manche Leute diesen Hintergedanken haben sollten, können sie ihn vergessen."

Griechenland droht das Geld auszugehen. Weitere Finanzhilfen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind an Reformzusagen aus Athen geknüpft. Tsipras lehnt Kürzungen von Löhnen und Renten kategorisch ab.

240 Milliarden Euro Unterstützung seit 2010

"Es muss zu einer Einigung kommen, daran gibt es keinen Zweifel", sagte Tsipras auf einer Konferenz in Griechenland. "Ich möchte den Griechen aber versichern, dass die Regierung in Pensions- und Arbeitsmarktfragen nicht von ihren Positionen abrückt." In diesen zentralen Fragen sei es zu keiner Einigung mit den internationalen Geldgebern gekommen. Gleichwohl habe man sich in einigen Bereichen angenähert. So hätten sich beide Seiten auf Haushaltsziele und Mehrwertsteuersätze verständigt.

Tsipras war im Januar mit dem Wahlversprechen an die Macht gekommen, den Sparkurs des hoch verschuldeten Landes zu beenden. Griechenland wird seit 2010 mit 240 Milliarden Euro über Wasser gehalten. Doch in den nächsten Wochen droht der Regierung das Geld auszugehen. Die Auszahlung weiterer 7,2 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramms ist von einer Einigung der Athener Regierung mit den Euro-Partnern über den Reformkurs abhängig.

Reuters Reuters

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