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Umfrage zur Griechenland-Wahl Konservative liegen knapp vor Syriza


Zwei Tage vor der Wahl sehen neue Umfragen Alexis Tsipras' Partei Syriza auf Platz zwei, hinter den konservativen Herausforderern. Kurz vor Wahlkampfschluss teilen die Kandidaten noch einmal ordentlich aus.

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Griechenland hat die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) laut einer Umfrage einen hauchdünnen Vorsprung vor der linken Syriza-Partei. In der am Freitag veröffentlichten Befragung des Instituts Metrisi für die Zeitung "Eleftheros Typos" entfielen auf die ND 28,5 Prozent. Die linke Syriza von Ex-Ministerpräsident Alexis Tsipras kann demnach mit 27,1 Prozent der Stimmen rechnen.

Die Wähler wurden zwischen Dienstag und Donnertag befragt, nachdem am Montag das TV-Duell der Spitzenkandidaten Alexis Tsipras (Syriza) und Evangelis Meimarakis (ND). Andere Umfragen hatten zuvor die linksgerichtete Syriza an der Spitze gesehen. Insgesamt ist der Ausgang der Wahl völlig offen, es wird mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen gerechnet.

Tsipras war im August vom Amt zurückgetreten, nachdem er angesichts der drohenden Staatspleite doch noch seine Unterschrift unter ein neues mit den internationalen Gläubigern ausgehandeltes Hilfs- und Reformprogramm gesetzt hatte. Von der Neuwahl erhofft er sich nun ein überzeugendes neues Mandat, das ihn sein Herausforderer Meimarakis, selbst erst seit zwei Monaten Parteichef, streitig machen könnte.

Schlagabtausch zum Wahlkampfabschluss

Am späten Donnerstagabend hat Oppositionsführer Meimarakis die linke Syriza-Partei hart kritisiert. Parteichef Alexis Tsipras habe bei der letzten Wahl im Januar die Stimme des Volkes mit falschen Versprechungen "entwendet" und das Land dann mit falschen Entscheidungen in eine Katastrophe geführt, sagte Meimarakis in Athen. Der Ende linke Regierungschef sei ein Verkäufer von leeren Versprechen. Entgegen seinen Ankündigungen habe Tsipras die Renten gekürzt, die Steuern erhöht und Kapitalverkehrskontrollen eingeführt.

Der Wahlkampf geht am Freitagabend mit einer Rede von Tsipras in Athen zu Ende.

jho DPA Reuters

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