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Plan von Ex-US-Präsident Grönländer können aufatmen: USA wollen die Insel doch nicht kaufen

Blinken auf Grönland
US-Außenminister Antony Blinken schwelgt bei seinem Besuch Grönlands in den Weiten der Insel
© Saul Loeb / AFP
Als Donald Trump vor zwei Jahren laut überlegte, Grönland zu kaufen, wusste niemand so recht, ob sie nun weinen oder lachen sollten. Jetzt war der neue US-Außenminister Antony Blinken auf der Insel und gab Entwarnung.

Zu den nicht eben wenigen irritierenden Momenten der Trump-Präsidentschaft gehörte eine Überlegung, über die er die Welt im Sommer 2019 via "Wall Street Journal" informierte: Der damalige US-Präsident plane Grönland zu kaufen, berichtete das Blatt. Immerhin die größte Insel der Welt, vor der Küste der USA, weitgehend autonom, aber zugehörig zu Dänemark. Niemand wusste damals so Recht, ob die Idee eher zum Lachen oder zum Fürchten war, aber letztlich ist ohnehin nichts daraus geworden. Und dabei bleibt es auch.

US-Außenminister Antony Blinken, der die Insel auf dem Rückweg vom Artkis-Gipfel im isländischen Reykjavik besucht hat, sagte auf die Frage, ob die aktuelle US-Regierung den Aufkauf von Grönland definitiv ausschließe, mit einem Lächeln: "Ich kann bestätigen, dass dies korrekt ist". Stattdessen kündigte er an, dass die Vereinigten Staaten die Handelsbeziehungen zu Grönland ausbauen wolle.

USA unterhalten Basis auf Grönland

Sowohl die dänische Regierung als auch die Autonomieverwaltung in Nuuk hatten vor zwei Jahren auf Trumps Überlegungen deutlich gemacht, dass die gigantische Insel nicht zum Verkauf stehe. Grönland ist zwei Millionen Quadratkilometer groß und zum größten Teil mit Eis bedeckt. Es leben dort nur rund 57.000 Menschen, vor allem Angehörige der ethnischen Gruppe der Inuit. Das Territorium ist reich an natürlichen Ressourcen. Dazu zählen Öl, Gas, Gold, Diamanten, Uran, Zink und Blei. Die USA unterhalten dort die Thule-Luftwaffenbasis.

nik mit DPA/AFP

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