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Guantánamo-Insasse Koch von Bin Laden zu geheimer Haftstrafe verurteilt


Ankläger, Verteidiger und Militärrichter verständigten sich am Montag offiziell auf eine Freiheitsstrafe für den Guantánamo-Insassen und ehemaligen Koch von Terroristenchef Osama bin Laden, Ibrahim Mohammed Al-Qosi. Der 50-jährige Sudanese hatte sich im Juli freiwillig schuldig bekannt.

Die erste Verurteilung eines Guantánamo-Insassen seit Obamas Amtsübernahme fand ohne richtigen Jury-Prozess statt. Ankläger, Verteidiger und Militärrichter verständigten sich am Montag offiziell auf eine Freiheitsstrafe für den ehemaligen Koch von Terroristenchef Osama bin Laden, Ibrahim Mohammed Al-Qosi. Der 50-jährige Sudanese hatte sich im Juli freiwillig schuldig bekannt.

Das Strafmaß wurde aus Sicherheitsgründen geheim gehalten, wie die zuständige Militärrichterin und die Verteidiger sagten. Aus mit dem Fall vertrauten Kreisen verlautete, die Obergrenze liege zwischen zwölf und 15 Jahren.Bekannt wurde aber, dass Al-Qosi seine Strafe im Minimum-Sicherheitstrakt in Guantánamo Bay verbüßen soll. Dort leben Gefangene in Gruppen zusammen. Nach arabischen Medienberichten soll Al-Qosi dort zwei Jahre festgehalten und dann in seine Heimat Sudan abgeschoben werden.

Offiziell muss jetzt noch eine Jury über das Strafmaß entscheiden. Weicht es von der ausgehandelten Strafe ab, gilt die mildere Version.

Al-Qosi hatte im Juli zugegeben, Ende der 1990er Jahre Osama bin Laden in afghanischen Al-Kaida-Lagern unterstützt zu haben. Al-Qosi war 2001 in Afghanistan festgenommen worden und sitzt seit 2002 in Guantánamo. Er soll Bin Laden auch als Leibwächter und Fahrer gedient haben.

AFP/DPA DPA

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