Israel und die USA greifen den Iran an und töten den obersten Führer. Das Regime in Teheran schlägt zurück. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Stefan Düsterhöft

Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet.
- Der Iran antwortet mit Gegenangriffen: auf Israel, aber auch auf US-Militärbasen im Nahen Osten.
- In Kuwait sind mehrere US-Militärjets abgestürzt, die Besatzung überlebt.
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Alexandra Kraft

Frankreich hat seine Bereitschaft zur Verteidigung der vom Iran angegriffenen Golfstaaten und Jordaniens erklärt. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sicherte „den befreundeten Ländern, die von den Raketen und Drohnen der iranischen Revolutionsgarden bewusst ins Visier genommen werden“ die Unterstützung seines Landes zu. Frankreich sei „bereit, sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen“, sagte Barrot am Montag in Paris.
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Alexandra Kraft

Nach dem Einschlag einer iranischen Drohne auf einem britischen Militärstützpunkt auf Zypern ist ein für Montag und Dienstag geplantes Treffen der EU-Europaminister verschoben worden. Die zyprische Ratspräsidentschaft habe „angesichts dieser unerwarteten Entwicklung“ und deren Auswirkungen auf den Flugverkehr beschlossen, das Treffen „auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Zypern sei nicht Ziel eines Angriffs gewesen, fügte sie hinzu.
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Alexandra Kraft

Kein schneller Sturz der Regierung im Iran
Nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei gibt es Skepsis bei US-Regierungsvertretern, dass der Militäreinsatz zu einem raschen Sturz der Führung in Teheran führen wird. Das berichtet Reuters. Die Nachrichtenagentur hat dazu mit Geheimdienstkenntnissen vertrauten Insidern aus der US-Regierung gesprochen.
Die drei Informanten äußerten demnach Zweifel, dass die angeschlagene iranische Opposition das seit 1979 bestehende theokratische System zu Fall bringen kann. Zwar schloss keiner einen Sturz der Regierung, die durch die Luftschläge und Personalverluste geschwächt sei, kategorisch aus. Kurzfristig sei ein solches Szenario aber unwahrscheinlich.
Die drei Informanten äußerten demnach Zweifel, dass die angeschlagene iranische Opposition das seit 1979 bestehende theokratische System zu Fall bringen kann. Zwar schloss keiner einen Sturz der Regierung, die durch die Luftschläge und Personalverluste geschwächt sei, kategorisch aus. Kurzfristig sei ein solches Szenario aber unwahrscheinlich.
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Alexandra Kraft

Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer sieht mit Blick auf den Iran-Krieg weniger eine Gefahr von Terroranschlägen in Deutschland als von verdeckten iranischen Aktionen. „Die Gefahr, dass der Iran verdeckte Operationen in westlichen Staaten wie Deutschland durchführt, ist absolut real. Wir haben eine anhaltend hohe Gefährdungslage“, sagte Kramer dem „Handelsblatt“. Als Beispiel nannte er den digitalen Raum. „Pro-iranische Hacker und staatliche Gruppen nutzen Cyberangriffe für gezielte Störungen und Sabotage.“ Anschläge hält Kramer dagegen für weniger wahrscheinlich. „Ein wahlloser Terror gegen die breite Bevölkerung ist weniger wahrscheinlich.“
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Alexandra Kraft

Risiken für nukleare Sicherheit im Nahen Osten
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bislang keine Schäden an iranischen Atomanlagen festgestellt. Es gebe zur Zeit keine Hinweise darauf, dass Anlagen wie das Kraftwerk Buschehr oder der Forschungsreaktor in Teheran getroffen worden seien, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag mit.
Der Kontakt zu den iranischen Aufsichtsbehörden sei jedoch abgerissen, warnte er, und müsse „so schnell wie möglich“ wiederhergestellt werden.
Die Behörde wies eindringlich auf die Risiken für die nukleare Sicherheit in der gesamten Region hin. Ein Angriff auf nukleare Einrichtungen könne zur Freisetzung radioaktiver Stoffe mit schwerwiegenden Folgen führen, so Grossi. Deshalb rief er alle Konfliktparteien zu äußerster Zurückhaltung auf, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.
Der Kontakt zu den iranischen Aufsichtsbehörden sei jedoch abgerissen, warnte er, und müsse „so schnell wie möglich“ wiederhergestellt werden.
Die Behörde wies eindringlich auf die Risiken für die nukleare Sicherheit in der gesamten Region hin. Ein Angriff auf nukleare Einrichtungen könne zur Freisetzung radioaktiver Stoffe mit schwerwiegenden Folgen führen, so Grossi. Deshalb rief er alle Konfliktparteien zu äußerster Zurückhaltung auf, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.
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Alexandra Kraft

Donald Trump, der Demokratie in seinem eigenen Land für lästig hält, ruft das Volk Irans zum demokratischen Aufstand auf. Ein Präsident ohne moralischen Kompass ist beängstigend, das schreibt stern-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz. Trumps Wandel mache die derzeitige Lage so gefährlich (stern+):
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Alexandra Kraft

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht wegen der Lage im Iran eine „weiterhin hohe abstrakte Gefährdung“ für Einrichtungen in Deutschland, die Israel und den USA nahestehen. Dazu zählten diplomatische Vertretungen oder militärische Standorte, erklärte die Behörde am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Gleichzeitig müsse angenommen werden, dass auch jüdische Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie Schulen oder Synagogen „als Angriffsziele für etwaige Vergeltungsmaßnahmen infrage kommen“.
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Alexandra Kraft

Der Konflikt im Nahen Osten gibt heute den Aktien europäischer Öl- und Gaskonzerne Auftrieb. Ein entsprechender europäischer Energie-Index steigt um 3,5 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Der Preis für die Rohölsorte Brent zog um bis zu dreizehn Prozent auf 82,37 Dollar je Barrel an und erreichte den höchsten Stand seit Januar 2025. Davon profitieren die europäischen Öl- und Gaskonzerne. Anteilsscheine der Energiekonzerne Shell, BP und TotalEnergies ziehen jeweils in der Spitze um mehr als sechs Prozent an.
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am Samstag sind die Lieferungen von Rohöl, Treibstoff und Flüssigerdgas (LNG) durch die Straße von Hormus zum Erliegen gekommen. Mehr als 200 Schiffe, darunter Öl- und Flüssiggastanker, ankerten laut Schifffahrtsdaten vom Sonntag vor der Meerenge.
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Alexandra Kraft

Auch die Börsen weltweit reagieren auf Angriffe der USA und Israels auf den Iran. An den wichtigen Börsen in Europa sind die Aktienkurse am Montagmorgen zu Handelsbeginn um gut zwei Prozent gefallen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) gab um 2,29 Prozent nach. An der Börse in Paris fielen die Kurse um 2,36 Prozent. In London fielen die Verluste bislang geringer aus. Dort lag der Index FTSE zunächst nur 0,93 Prozent im Minus.
Auch in Asien hatten die Börsen schon größtenteils im Minus geöffnet. Besonders stark gaben die Aktienkurse von Fluggesellschaften nach – wegen der Krise in Nahost mussten sie ihre Flüge in die Region vorerst komplett streichen.
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Alexandra Kraft

Kritik aus Frankreich von Außenminister Jean-Noel Barrot für die Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Der Einsatz von Gewalt erlange nur durch den UN-Sicherheitsrat die nötige Legitimität, sagt Barrot in Paris. Das Vorgehen hätte in den entsprechenden Gremien debattiert werden müssen.
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Alexandra Kraft

Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der humanitären Organisation im Iran. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen.
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Lennard Worobic
Nate Swanson ist Direktor des Iran Strategy Project beim Atlantic Council in Washington, D.C. Im Gespräch mit dem stern ordnet er ein, was nach dem Tod des Obersten Führers des Iran, Ali Chamenei, passieren könnte (stern+):
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Alexandra Kraft

Der Reisekonzern Dertour sagt nach der umfassenden Reisewarnung des Auswärtigen Amtes alle Reisen in Länder des Nahen Ostens ab. Alle Reisen bis einschließlich 5. März seien gestrichen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Betroffen seien die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman, Jordanien, Israel und Kuwait.
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Lennard Worobic
In den sozialen Medien kursieren Videos, die die Abstürze der US-Jets zeigen sollen. Der US-Sender CNN postete etwa diesen Clip auf X:
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DPA · AFP · Reuters
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