Die USA und Israel haben den Iran angegriffen, der Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei wurde getötet. Angeblich soll jetzt sein Sohn übernehmen. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet – das für Mittwochabend angesetzte Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Eine iranische Rakete trifft einen großen US-Stützpunkt in Katar, eine iranische Drohne schlägt in einen US-Stützpunkt nahe Bagdad ein
- Die libanesische Regierung hat mit der Festnahme mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder begonnen
- Die Bundesregierung startet eine Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere; auch die US-Regierung stellt Charterflüge für ihre Bürger aus Nahost bereit.
- Feuer nahe US-Konsulat in Dubai nach einem mutmaßlichen iranischen Drohnenangriff.
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Phil Göbel
Die Sperrungen im Luftverkehr dauern weiter an. Die irakische Zivilluftfahrtbehörde kündigte an, der Luftraum bleibe bis Samstag geschlossen. Auch die Lufträume von Bahrain, Kuwait und Katar bleiben nach Angaben von vor Ort weiterhin gesperrt.
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Phil Göbel
Der Großraum Tel Aviv ist parallel mit Raketen aus dem Iran und aus dem Libanon angegriffen worden. Dies bestätigte ein israelischer Armeesprecher.
Es seien eine Rakete aus dem Iran und mehrere von der libanesischen Hisbollah-Miliz abgefeuert worden. Das Militär sei dabei, diese abzufangen.
Es seien eine Rakete aus dem Iran und mehrere von der libanesischen Hisbollah-Miliz abgefeuert worden. Das Militär sei dabei, diese abzufangen.
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Phil Göbel
Türkei fängt offenbar ballistische Rakete ab
Die Türkei meldet, dass sie eine Rakete aus dem Iran kurz vor dem türkischen Luftraum abgefangen hat. Das Außenministerium erklärte: „Eine ballistische Rakete, die aus dem Iran gestartet wurde und nach dem Überfliegen des irakischen und syrischen Luftraums Kurs auf den türkischen Luftraum nahm, wurde rechtzeitig von im östlichen Mittelmeer stationierten Nato-Luft- und Raketenabwehrsystemen abgefangen und neutralisiert.“
Es wäre der erste Beschuss des Iran auf Nato-Gebiet.
Es wäre der erste Beschuss des Iran auf Nato-Gebiet.
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Phil Göbel
Ein Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist Behördenangaben zufolge von Trümmerteilen eines unbekannten Geschosses getroffen worden.
Der Tanker sei etwa zehn Seemeilen östlich der emiratischen Stadt Fudschairah am frühen Mittwochmorgen von einer „starken Explosion“ erschüttert worden, an Deck seien Trümmerteile eines unbekannten Geschosses gefunden worden, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO).
Der Tanker sei etwa zehn Seemeilen östlich der emiratischen Stadt Fudschairah am frühen Mittwochmorgen von einer „starken Explosion“ erschüttert worden, an Deck seien Trümmerteile eines unbekannten Geschosses gefunden worden, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO).
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Phil Göbel
Nach Angaben der internationalen Atomenergiebehörde IAEA konnten bislang keine Schäden an iranischen Einrichtungen entdeckt werden, in denen spaltbares Material aufbewahrt wird. Deswegen bestehe derzeit auch nicht die Gefahr der Freisetzung von Radioaktivität.
Gleichwohl gebe es sichtbare Schäden an Gebäuden der Atomanlagen in Isfahan und Natans. Erklärtes Ziel der USA und Israel ist es, die iranischen Atomanlagen unbrauchbar zu machen.
Gleichwohl gebe es sichtbare Schäden an Gebäuden der Atomanlagen in Isfahan und Natans. Erklärtes Ziel der USA und Israel ist es, die iranischen Atomanlagen unbrauchbar zu machen.
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Yannik Schüller
Der Iran hat das Staatsbegräbnis für den obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei laut einem Bericht des Staatsfernsehens verschoben.
Zur Begründung verweist das Staatsfernsehen auf den erwarteten großen Andrang bei der ursprünglich für heute Abend geplanten Trauerfeier in der Hauptstadt Teheran. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunk bekannt gegeben.
Zur Begründung verweist das Staatsfernsehen auf den erwarteten großen Andrang bei der ursprünglich für heute Abend geplanten Trauerfeier in der Hauptstadt Teheran. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunk bekannt gegeben.
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Yannik Schüller
Der erste Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung wird nach Angaben der Lufthansa am frühen Donnerstagmorgen in Frankfurt landen. Der Jet vom Typ Airbus A340-300 soll demnach nach Mitternacht um 01.55 Uhr Ortszeit in Omans Hauptstadt Maskat starten. Laut Lufthansa ist die Landung von Flug LH345 am Frankfurter Flughafen gegen 05.45 Uhr (MEZ) geplant. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze. Für diesen ersten Evakuierungsflug der Regierung in der aktuellen Nahost-Krise sollten nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Weitere Flüge seien in den kommenden Tagen geplant.
Welche Rechte Reisende jetzt haben – und was der Deutsche Reiseverband rät:
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Yannik Schüller
Ein einflussreicher Geistlicher im Iran bittet mit Blick auf die Wahl eines neuen Religionsführers um Geduld.
Der Prediger Ahmad Chatami sagt in einem Interview mit dem Staatsfernsehen, dass nach der Tötung von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei keine Probleme bei der Führung des Landes herrschten.
Der Prediger Ahmad Chatami sagt in einem Interview mit dem Staatsfernsehen, dass nach der Tötung von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei keine Probleme bei der Führung des Landes herrschten.
Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Der oberste Führer im Iran ist die unangefochtene Autorität.
Den Staat lenkt bis dahin ein Trio, bestehend aus Präsident Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie Aliresa Arafi, einem Mitglied des Wächterrats.
Den Staat lenkt bis dahin ein Trio, bestehend aus Präsident Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie Aliresa Arafi, einem Mitglied des Wächterrats.
Israels Verteidigungsminister drohte am Mittwoch, sein Land werde auch den Nachfolger Chameneis töten. Als aussichtsreicher Kandidat gilt Chameneis Sohn Modschtaba.
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Yannik Schüller
Die libanesische Armee beginnt mit Kontrollen und Festnahmen mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder.
13 Mitglieder der schiitischen Organisation seien bereits festgenommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Justizkreisen erfahren hat. Die Armee habe sie an einem neu eingerichteten Straßen-Kontrollpunkt mit Waffen im Auto gestoppt.
Die libanesische Regierung hatte militärische Aktivitäten der vom Iran unterstützten Miliz vorgestern für illegal erklärt. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer Widerstandsbewegung, die über Jahrzehnte im Land teils geduldet wurde, zu einer verbotenen Organisation.
13 Mitglieder der schiitischen Organisation seien bereits festgenommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Justizkreisen erfahren hat. Die Armee habe sie an einem neu eingerichteten Straßen-Kontrollpunkt mit Waffen im Auto gestoppt.
Die libanesische Regierung hatte militärische Aktivitäten der vom Iran unterstützten Miliz vorgestern für illegal erklärt. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer Widerstandsbewegung, die über Jahrzehnte im Land teils geduldet wurde, zu einer verbotenen Organisation.
Israelische Kampfflugzeuge führen einen Luftangriff in Beirut durch. Quelle: Abdul Kader Al Bay / Imago
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Phil Göbel
Viel wurde bereits spekuliert, bestätigt ist aber (noch) nichts: Der Iran will nach offiziellen Angaben möglichst schnell einen Nachfolger für den getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei benennen. Die Islamische Republik werde „ihr Bestes tun“, die Personalie rasch zu klären, teilte Ahmed Chatami, ein Mitglied des für die Auswahl des geistlichen Oberhauptes zuständigen Expertenrates mit. Zugleich deutete er an, dass die Auswahl länger in Anspruch nehmen dürfte.
„Wir stehen kurz vor einer Entscheidung, aber es herrschen Kriegsbedingungen“, sagte Chatami im staatlichen Fernsehen.
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Yannik Schüller
Am US-Militärstützpunkt in Nähe des Flughafens der irakischen Hauptstadt Bagdad ist eine Drohne eingeschlagen, wie örtliche Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise berichten. Schäden habe es nicht gegeben. Eine mit Teheran verbündete Miliz beansprucht heute auch einen Drohnenangriff auf eine US-Basis in Erbil in der Kurdenregion für sich.
Der Irak teilt sich eine 1.500 Kilometer lange Grenze mit dem Iran. Teheran hat großen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss auf das Nachbarland unter anderem durch die mächtigen, Iran-treuen Milizen dort.
Berichten zufolge griffen die USA und Israel parallel zu den Militärschlägen im Iran in vergangenen Tagen auch im Irak an. Dabei wurden mindestens elf Angehörige der Iran-treuen Milizen getötet. Eine offizielle Bestätigung dazu gab es nicht.
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Yannik Schüller
Die iranische Fußball-Nationalspielerin Sara Didar hat mit emotionalen Worten und Tränen in den Augen auf den Krieg in ihrer Heimat reagiert.
„Natürlich machen wir uns alle Sorgen und sind traurig über das, was im Iran und mit unseren Familien dort passiert ist [...] Ich hoffe wirklich, dass es für unser Land bald gute Nachrichten geben wird. Und ich hoffe, dass mein Land stark und lebendig bleiben wird“die 21-jährige iranische Fußball-Nationalspielerin Sara Didar auf einer Pressekonferenz in Gold Coast vor dem Gruppenspiel beim Asien Cup gegen Australien
„Natürlich machen wir uns große Sorgen um die Gesundheit unserer Familien, unserer Angehörigen und aller anderen Menschen im Iran, zu denen wir derzeit keinerlei Kontakt haben", sagt Cheftrainerin Marziyeh Jafari.
Irans Fußballerinnen hatten vor dem letzten Spiel gegen Südkorea ein mutiges Zeichen gesetzt und bei der Nationalhymne geschwiegen:
Irans Fußballerinnen hatten vor dem letzten Spiel gegen Südkorea ein mutiges Zeichen gesetzt und bei der Nationalhymne geschwiegen:
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Yannik Schüller
Nicht nur an deutschen Zapfsäulen könnte es bald teurer werden. „Natürlich könnte der Krieg Kosteneffekte bei Lebensmitteln nach sich ziehen", sagt Boris Hedde, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts IFH Köln.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erwartet durch die Kostensteigerungen bei Gas und Öl Auswirkungen auf die Produktion von Lebensmitteln und Getränken. Viele Produktionsprozesse wie Trocknen oder Backen seien auf Erdgas angewiesen. Steigende Ölpreise verteuern laut Verband Diesel- und Kraftstoffe und so insbesondere die Logistik. Gesperrte Transportwege, längere Routen und geringere Containerkapazitäten führten zu höheren Fracht- und Logistikkosten.
Was der explodierende Gaspreis für Unternehmen, Politik und Verbraucher bedeutet, haben die Kollegen von Capital für Sie zusammengetragen:
Was der explodierende Gaspreis für Unternehmen, Politik und Verbraucher bedeutet, haben die Kollegen von Capital für Sie zusammengetragen:
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Yannik Schüller
Die kuwaitische Armee ist nach eigenen Angaben mit „einer Welle Raketen und Drohnen" im eigenen Luftraum konfrontiert. Das teilen die Streitkräfte auf X mit.
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DPA · AFP · Reuters
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