Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon. Die USA greifen mutmaßliche Minenleger in der Straße von Hormus an. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Yannik Schüller
Hier die aktuell wichtigsten Meldungen:
- Die iranischen Streitkräfte greifen Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen an.
- Die USA haben 16 iranische Minenleger nahe der Seestraße von Hormus angegriffen.
- Irans Polizeichef warnt die Bevölkerung mit drastischen Worten: Jeder Demonstrant werde als Feind angesehen. „Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug“.
- Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon – die Angst vor einer Bodenoffensive wächst.
- Die Bundesregierung will Ölreserven freigeben und Spritpreis-Anstieg bremsen – Spritpreise sollen künftig nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen
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Yannik Schüller
Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt.
„Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist“, sagt Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
„Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist“, sagt Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
Die überlebende iranische Führung fliehe „wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen“. Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien „voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen". Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Anna Aridzanjan

Der neue Oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, ist nach Einschätzung israelischer Geheimdienste bei gemeinsamen Angriffen Israels und der USA leicht verletzt worden. Dies sei der Grund, warum er nicht in der Öffentlichkeit gesehen werde, sagt ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Der 56-Jährige war am Montag vom Expertenrat zum neuen politischen und geistlichen Oberhaupt des Irans gewählt worden. Er folgte seinem Vater Ajatollah Ali Chamenei nach, der gleich zu Beginn des Krieges am 28. Februar getötet wurde.
Der 56-Jährige war am Montag vom Expertenrat zum neuen politischen und geistlichen Oberhaupt des Irans gewählt worden. Er folgte seinem Vater Ajatollah Ali Chamenei nach, der gleich zu Beginn des Krieges am 28. Februar getötet wurde.
dpa
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Anna Aridzanjan

Spritpreiserhöhungen in Deutschland nur noch einmal pro Tag
Wirtschaftsministerin Reiche hat es jetzt auch angekündigt: Deutschland wird sich an einer international koordinierten Freigabe von Erdöl und Öl-Produkten aus nationalen Reserven beteiligen, um die Preisanstiege an den internationalen Märkten seit Beginn des Iran-Krieges zu dämpfen.
Katherina Reiche sagt auch: Spritpreiserhöhungen wird es in Deutschland jetzt nur noch einmal am Tag geben. Dieses Modell wolle die Bundesregierung so rasch wie möglich einführen, sagte die Wirtschaftsministerin (CDU) in Berlin.
Die Gasversorgung in Deutschland sei aber gesichert, erklärte die Ministerin. Die Gasspeicher seien zu 21 Prozent gefüllt, und die Abhängigkeit von Gas aus der Golfregion sei mit weniger als vier Prozent sehr gering.
Katherina Reiche sagt auch: Spritpreiserhöhungen wird es in Deutschland jetzt nur noch einmal am Tag geben. Dieses Modell wolle die Bundesregierung so rasch wie möglich einführen, sagte die Wirtschaftsministerin (CDU) in Berlin.
Die Gasversorgung in Deutschland sei aber gesichert, erklärte die Ministerin. Die Gasspeicher seien zu 21 Prozent gefüllt, und die Abhängigkeit von Gas aus der Golfregion sei mit weniger als vier Prozent sehr gering.
Imago Images
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Yannik Schüller
Deutschland gibt wegen Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei
Deutschland gibt nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die durch den Krieg deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise, die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.
Wie das „Handelsblatt“ aus Regierungskreisen erfahren hat, schlägt die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Mitgliedsstaaten eine Freigabe von bis zu 400 Millionen Barrel Rohöl vor. Das würde die bisherige Höchstmenge von 182 Millionen Barrel zu Beginn des Ukrainekriegs deutlich übertreffen. 400 Millionen Barrel entsprächen in etwa der Menge, die vor dem Krieg innerhalb von 20 Tagen durch die Straße von Hormus transportiert wurde. Weiter heißt es, dass 19,5 Millionen davon aus den deutschen Reserven kommen sollen. Das wäre rund ein Fünftel der Vorräte hierzulande.
Deutschland hält strategische Ölreserven für mindestens 90 Tage, um Versorgungsstörungen auszugleichen. Mit diesen sogenannten strategischen Ölvorräten könnte laut Bundeswirtschaftsministerium für drei Monate ein vollständiger Ausfall aller Importe ausgeglichen werden. Verantwortlich ist der Erdölbevorratungsverband (EBV), der Rohöl und Mineralölerzeugnisse (Benzin, Diesel, Kerosin) lagert.
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Yannik Schüller
Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon
Angesichts des fortwährenden Konflikts mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verlegt die israelische Armee Truppen aus dem Gazastreifen an die Grenze zum Libanon. Nach einer Lagebewertung habe Generalstabschef Ejal Zamir die Verstärkung des Nordkommandos angeordnet. Die Golani-Brigade soll daher vom Süden in den Norden verlegt werden. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels in dem Land.
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Yannik Schüller
Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an
Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagt der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigen mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen.
Israels Armee teilt mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hieß es in einer Mitteilung.
Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gehen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt.
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Yannik Schüller
Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank droht Irans Militärführung mit Vergeltung.
Mit dieser „illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg“ habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtet der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.
Mit dieser „illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg“ habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtet der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.
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Yannik Schüller
Der neue oberste Anführer des Irans, Modschtaba Chamenei, ist trotz Verletzungen infolge der US-israelischen Angriffe auf den Iran „wohlauf“. Dies gibt der Sohn des iranischen Präsidenten Jussef Peseschkian im Onlinedienst Telegram bekannt.
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Matthias Urbach
In der Straße von Hormus ist am Mittwoch erneut ein Frachtschiff von einem „unbekannten Geschoss" getroffen worden. Der Einschlag habe einen Feuer an Bord ausgelöst und die Besatzung zur Evakuierung gezwungen, meldete die britische Behörde für maritime Sicherheit UKMTO. Der Vorfall habe sich etwa 20 Kilometer nördlich von der Küste Omans ereignet.
In der Nacht zum Mittwoch hatte die britische Behörde bereits den Beschuss eines Containerschiffes gemeldet – vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Besatzung sei unversehrt.
In der Nacht zum Mittwoch hatte die britische Behörde bereits den Beschuss eines Containerschiffes gemeldet – vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Besatzung sei unversehrt.
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Yannik Schüller
Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde
Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik warnt Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten.
„Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln [...] Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug“Irans Polizeichef Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen
Israels Benjamin Netanjahu hat die Iraner dazu aufgerufen, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen.
Auch Donald Trump hat die Iraner bereits mehrfach ermuntert, die amerikanisch-israelischen Angriffe als Chance zu nutzen, um die Führung in Teheran zu stürzen.
Quelle: ZUMA Press Wire / Imago
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Yannik Schüller
Guten Morgen, liebe Leser.
Angesichts der gestiegenen Energiepreise schlägt die Internationale Energie-Agentur (IEA) dem „Wall Street Journal" zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vor.
Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtet die US-Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte.
Angesichts der gestiegenen Energiepreise schlägt die Internationale Energie-Agentur (IEA) dem „Wall Street Journal" zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vor.
Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtet die US-Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte.
Der Vorschlag sei gestern bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder unterbreitet worden, eine Entscheidung werde heute erwartet.
Die IEA und auch die EU verpflichten ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Seit Gründung der IEA 1974 gab es fünf koordinierte Freigaben: vor dem zweiten Golfkrieg 1991, nach den Hurrikanen Katrina und Rita 2005, während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 und zweimal nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022.
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Matthias Urbach
Wie der australische Sender ABC berichtet hat ein Mitglied des iranischen Fußballteams der Frauen die Meinung geändert und wird nun doch kein Asyl beantragen. Damit sind es noch sechs Frauen, die in Australien bleiben. „In Australien können Menschen ihre Meinung ändern", erklärte Innenminister Tony Burke dazu. Die Frau nahm daraufhin Kontakt mit der iranischen Botschaft auf, um nach Hause zu reisen.
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Matthias Urbach
Einwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. „Es war die Hölle“, sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden.
Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1300 getöteten Zivilisten und fast 8000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen. Aber es werden definitiv mehr Tote sein, als bei iranischen Angriffen umgekommen sind. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden demnach zwölf Menschen getötet.
Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1300 getöteten Zivilisten und fast 8000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen. Aber es werden definitiv mehr Tote sein, als bei iranischen Angriffen umgekommen sind. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden demnach zwölf Menschen getötet.
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Matthias Urbach
Die iranischen Streitkräfte greifen Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen an. Laut der Zeitung „The Times of Israel“ seien Raketen von Israels Luftverteidigung abgefangen worden, andere seien auf unbewohntem Gebiet eingeschlagen. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim spricht von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilt mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. Auch Kuwait meldet Angriffe, dort seien vier Drohnen abgefangen worden, eine weitere stürzte in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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