Die Kriegsgegner überziehen sich weiterhin mit gegenseitigen Luftangriffen. Kuwait muss Teile einer Ölraffinerie abschalten. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Schweiz stoppt Waffenexporte in die USA
Die Schweiz genehmigt unter Berufung auf ihre Neutralität wegen der Angriffe auf den Iran bis auf Weiteres keine Waffenexporte mehr in die USA. „Die Ausfuhr von Kriegsmaterial in Länder, die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelt sind, kann für die Dauer des Konflikts nicht genehmigt werden“, teilt die Regierung mit. „Ausfuhren von Kriegsmaterial in die USA können derzeit nicht genehmigt werden.“
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Thomas Krause
Der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland, warnt vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran. Schätzungen zufolge seien mehr als drei Millionen Menschen im Land auf der Flucht, sagte Egeland dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera.
Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Hilfsorganisation sei „überlastet, überfordert und unterfinanziert“. Schiffs- und Flugverkehr seien unterbrochen, sodass lokale und internationale Gruppen Schwierigkeiten hätten, dringend benötigte Hilfsgüter ins Land zu bringen.
Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Hilfsorganisation sei „überlastet, überfordert und unterfinanziert“. Schiffs- und Flugverkehr seien unterbrochen, sodass lokale und internationale Gruppen Schwierigkeiten hätten, dringend benötigte Hilfsgüter ins Land zu bringen.
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Thomas Krause
In Großbritannien sind einem Zeitungsbericht zufolge zwei mutmaßliche iranische Spione festgenommen worden. Die beiden hätten am Donnerstag versucht, in den Stützpunkt der britischen Atom-U-Boote in Schottland zu gelangen, berichtet die „Sun“.
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Thomas Krause
Eine Aufhebung der Sanktionen gegen iranisches Öl könnte nach den Worten von US-Energieminister Chris Wright binnen weniger Tage Lieferungen nach Asien ermöglichen. „Binnen Tagen, binnen drei oder vier Tagen, wird dieses Öl anfangen, in den Häfen anzukommen“, sagt Wright in einem Interview mit dem Sender Fox Business Network. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Donnerstag erklärt, die USA könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See bald aufheben. Die US-Regierung wolle damit die wegen der iranischen Schließung der Straße von Hormus stark gestiegenen Preise eindämmen.
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Tim Schulze
Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an. Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, heißt es in einer Mitteilung am Mittag. Weitere Einzelheiten werden zunächst nicht genannt.
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Tim Schulze
Israelische Luftwaffe tötet Sprecher der Revolutionsgarde
Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini. Israels Armee bestätigt, dass dieser in der Nacht zum Freitag bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe getötet worden sei. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor Israel und die USA für den tödlichen Angriff auf den General verantwortlich gemacht.
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Tim Schulze
In Kuwait schaltet nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie ab. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtet, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.
Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe. KPC erklärt demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begonnen haben und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden.
Die Raffinerie war erst am Donnerstag getroffen worden, dabei kam es nach KPC-Angaben zu einem begrenzten Brand. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe. KPC erklärt demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begonnen haben und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden.
Die Raffinerie war erst am Donnerstag getroffen worden, dabei kam es nach KPC-Angaben zu einem begrenzten Brand. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
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Tim Schulze
Revolutionsgarden: Iran setzt Produktion von Raketen fort
Der Iran produziert nach eigenen Angaben trotz der anhaltenden Luftangriffe der USA und Israels weiterhin ballistische Raketen. "Selbst unter Kriegsbedingungen setzen wir die Raketenproduktion fort", sagt der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Ali Mohammed Naini, nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars.
Er weist damit Äußerungen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu zurück. Dieser hat am Donnerstag gesagt, der Iran verfüge nach knapp drei Wochen Krieg "nicht mehr über die Kapazitäten, Uran anzureichern und ballistische Raketen herzustellen".
Er weist damit Äußerungen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu zurück. Dieser hat am Donnerstag gesagt, der Iran verfüge nach knapp drei Wochen Krieg "nicht mehr über die Kapazitäten, Uran anzureichern und ballistische Raketen herzustellen".
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Tim Schulze
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht zum Freitag nach neuer Gewalt in Syrien im Nachbarland Ziele der dortigen Regierung angegriffen. Das israelische Militär spricht von Attacken auf drusische Zivilisten in Suwaida.
Israel unterstützt mit den Angriffen die drusische Minderheit in Syrien, die sich immer wieder Auseinandersetzungen mit sunnitischen Arabern liefert. Wie viele Opfer es bei den jüngsten Angriffen und Kämpfen seit Montag gegeben habe, sei noch unklar. In der Stadt Suwaida selbst sei am Morgen ein Wohnhaus von einem Geschoss getroffen worden. Zwei Menschen werden den Angaben zufolge dabei verletzt.
Israel unterstützt mit den Angriffen die drusische Minderheit in Syrien, die sich immer wieder Auseinandersetzungen mit sunnitischen Arabern liefert. Wie viele Opfer es bei den jüngsten Angriffen und Kämpfen seit Montag gegeben habe, sei noch unklar. In der Stadt Suwaida selbst sei am Morgen ein Wohnhaus von einem Geschoss getroffen worden. Zwei Menschen werden den Angaben zufolge dabei verletzt.
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Matthias Urbach
Die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi ist am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen worden. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtet der Ölkonzern KPC. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden.
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Matthias Urbach
F-35 getroffen – Notlandung
Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 ist US-Medienberichten zufolge wohl von iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichten mehrere US-Medien, darunter die Sender ABC und CNN.
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Matthias Urbach
Auch Israel hat dem Militär zufolge eine neue Angriffswelle gegen Teheran gestartet.
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Matthias Urbach
Der Iran hat in der Nacht wieder arabische Nachbarstaaten angegriffen. Die Armee von Kuwait meldet erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien sprach davon, gleich mehrere Drohnenangriffe abgewehrt zu haben. Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain dagegen geriet ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle, es gebe keine Verletzten, hieß es vom Innenministerium.
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Matthias Urbach
Libanons Präsident Joseph Aoun ruft erneut zu einem Waffenstillstand auf. Aoun betonte, „das Wichtigste“ sei, die Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz zu beenden. Am 9. März hatte Aoun eine Vier-Punkte-Initiative vorgeschlagen, die einen „vollständigen Waffenstillstand“ mit Israel, verstärkte Unterstützung für die libanesische Armee zur „Entwaffnung der Hisbollah“ sowie „direkte Verhandlungen“ mit Israel vorsah. Diese Initiative liege nach wie vor auf dem Tisch, erklärte Aoun. Dass der Plan des libanesischen Präsidenten auch eine Entwaffnung der pro-iranischen Miliz vorsieht, ist durchaus bemerkenswert.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der vergangene Woche mit Aoun und weiteren libanesischen Führungspersönlichkeiten gesprochen hatte, drängte die israelische Regierung am Donnerstag, direkten Gesprächen mit Beirut zuzustimmen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der vergangene Woche mit Aoun und weiteren libanesischen Führungspersönlichkeiten gesprochen hatte, drängte die israelische Regierung am Donnerstag, direkten Gesprächen mit Beirut zuzustimmen.
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Matthias Urbach
Der Ölpreis könnte laut Angaben von Ölvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Irankrieg bis Ende April anhalten. Dies berichtet die US-Zeitung „Wall Street Journal".
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DPA · AFP · Reuters · SID
due / nik / km / urb