Der Gegenschlag Irans verringerte Katars Gasproduktion um ein Fünftel. Israel verspricht nun, keine Angriffe auf Gasfelder mehr zu fliegen. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Katar: Gasexporte durch Angriff fast ein Fünftel geringer
Die Angriffe auf katarische Energieanlagen werden die Exportkapazitäten des Landes für Flüssigerdgas (LNG) nach Angaben des katarischen Energieministers um 17 Prozent verringern. „Die Reparatur der Schäden an den LNG-Anlagen wird zwischen drei und fünf Jahren dauern“, erklärte Energieminister Saad Scherida al-Kaabi. Das führe zu geschätzten Verlusten von 20 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) bei den Jahreseinnahmen.
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Matthias Urbach
Mehr Freiheiten bei den Energiesteuern
Die EU gibt den Mitgliedstaaten mehr Freiheiten, um auf gestiegene Energiepreise zu reagieren. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am frühen Freitagmorgen nach Ende des EU-Gipfels an. So sollen die Staaten etwa ihre Energiesteuern senken können. Das ist eine Reaktion auf die aktuell sehr hohen Energiepreise durch den Irankrieg.
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Matthias Urbach
Die US-Zeitung „Wall Street Journal" berichtet allerdings, Trump habe von dem bevorstehenden israelischen Angriff auf South Pars gewusst. Trump habe Netanjahu unterstützt. Die Idee sei gewesen, Iran unter Druck zu setzen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
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Matthias Urbach
Israel: Beschießen keine Gasfelder mehr
Israel hat bei dem Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars allein gehandelt. Das sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf einer Pressekonferenz. Danach habe US-Präsident Donald Trump Israel gebeten, „weitere Angriffe auszusetzen, und wir halten uns daran“. Damit bestätigt der israelische Premier die Darstellung von Trump.
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Eugen Epp
Außerdem wird auf dem EU-Gipfel betont, dass man entschlossen eine Migrationskrise wie 2015 infolge des Iran-Krieges verhindern werde. Auch wenn der Konflikt bislang nicht zu unmittelbaren Migrationsströmen in Richtung EU geführt habe, werde man „ein hohes Maß an Wachsamkeit wahren”, heißt es in der Gipfelerklärung. Gestützt auf die Lehren aus der Migrationskrise von 2015 sei die EU bereit, "ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente in vollem Umfang zu mobilisieren, um unkontrollierte Migrationsbewegungen in die EU zu verhindern und die Sicherheit in Europa zu wahren".
Der Schutz und die Kontrolle der Außengrenzen der EU würden weiter gestärkt. Man werde mit Staaten in der Region zusammenarbeiten.
Der Schutz und die Kontrolle der Außengrenzen der EU würden weiter gestärkt. Man werde mit Staaten in der Region zusammenarbeiten.
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Eugen Epp
Die Teilnehmer des EU-Gipfels fordern einen vorläufigen Stopp von Angriffen auf zivile Infrastruktur. Mit Blick auf die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht fordert der Europäische Rat „ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen”, wie es in der Gipfelerklärung heißt. Die Gipfelteilnehmer begrüßen zudem die Ankündigungen von Mitgliedsstaaten, die Straße von Hormus abzusichern, „sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind”.
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Eugen Epp
Eine Mehrheit der US-Bürger rechnet mit einem Befehl von Präsident Donald Trump für einen großangelegten Bodenkrieg im Iran, doch nur eine Minderheit befürwortet einen solchen Schritt. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge gehen 65 Prozent der Amerikaner davon aus, dass Trump Truppen in den Iran schicken wird. Unterstützung findet diese Vorstellung bei sieben Prozent der Befragten.
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Eugen Epp
Israel hat Netanjahu zufolge das iranische Erdgasfeld South Pars im Alleingang angegriffen. US-Präsident Trump habe Israel darum gebeten, von weiteren derartigen Einsätzen abzusehen, sagt Netanjahu bei seiner Pressekonferenz. Trump selbst hat erklärt, er habe nichts von dem Angriff gewusst. Israelische Regierungsvertreter, die nicht namentlich genannt werden wollten, haben der Nachrichtenagentur Reuters dagegen gesagt, der Einsatz sei mit den USA abgesprochen gewesen.
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Eugen Epp
Netanjahu: Iran kann kein Uran mehr anreichern
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war in letzter Zeit kaum öffentlich zu sehen. Jetzt gibt er seine zweite Pressekonferenz seit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran. Laut Netanjahu haben die Angriffe dazu geführt, dass das Regime nicht mehr in der Lage ist, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen.
Es sei noch zu früh, um sagen zu können, ob sich die iranische Bevölkerung gegen die Regierung erheben werde, sagt der israelische Regierungschef weiter.
Es sei noch zu früh, um sagen zu können, ob sich die iranische Bevölkerung gegen die Regierung erheben werde, sagt der israelische Regierungschef weiter.
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Thomas Krause
Portugal macht den Weg frei für eine vorübergehende Begrenzung der Strompreise für Haushalte und die meisten Unternehmen. Der Großhandelspreis auf der Iberischen Halbinsel liege derzeit jedoch weit unter dem dafür nötigen Schwellenwert, teilt die Regierung mit. Der Mechanismus soll greifen, wenn die Endkundenpreise um mehr als 70 Prozent steigen oder mehr als zweieinhalbmal so hoch liegen wie der Fünf-Jahres-Durchschnitt. In einem solchen Fall würde eine Energiekrise ausgerufen, erklärt Präsidialminister Antonio Leitao Amaro. Dies ermögliche Maßnahmen wie Preissenkungen unter die Produktionskosten. Die Preisobergrenzen wären an Sparvorgaben geknüpft: Haushalte müssten ihren Verbrauch auf 80 Prozent des Vorjahresniveaus senken, Unternehmen auf 70 Prozent. Portugal bezieht 79 Prozent seines Stroms aus Erneuerbaren.
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Thomas Krause
Russland wirft Israel einen „gezielten“ Angriff auf ein russisches Fernsehteam im Südlibanon vor. Ein Reporter und ein Kameramann seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärt die zum Staatssender RT gehörende Videoagentur Ruptly im Onlinedienst Telegram. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa schreibt bei Telegram, das als Presse gekennzeichnete Team sei „vorsätzlich und gezielt“ angegriffen worden. Der israelische Botschafter in Moskau werde einbestellt.
Die israelische Armee erklärt, auf veröffentlichtem Filmmaterial sei ein Journalist in einem Gebiet zu sehen, für das „eine ausdrückliche Warnung ausgegeben“ worden sei. Der Angriff in dem Gebiet sei erfolgt, „nachdem seit den Warnungen ausreichend Zeit verstrichen war“. Die israelische Armee geht derzeit massiv gegen die pro-iranische Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon vor.
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Thomas Krause
Ein israelischer Angriff im Südlibanon legt nach Angaben des staatlichen libanesischen Stromversorgers ein wichtiges Umspannwerk lahm. Durch den Angriff seien verschiedene Teile des Werks in Bint Dschbeil beschädigt worden, teilt das Unternehmen mit. Dies beeinträchtige die Stromversorgung in der Stadt und den umliegenden Orten. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor.
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Thomas Krause
Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, fordert von der Bundesregierung eine Klarstellung zur Nutzung der US-Luftwaffenbasis Ramstein durch die USA für den Irankrieg. Die Rolle des Militärstützpunkts in Rheinland-Pfalz sei für Teheran bislang „offiziell nicht klar“, sagte Nili am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. „Bislang haben wir keine Antwort.“
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Thomas Krause
Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die iranischen Angriffe auf die Gasinfrastruktur in Katar. Solche rücksichtslosen Angriffe hätten das Risiko, die Region am Persischen Golf weiter in die Krise zu stürzen, sagt Starmer seinem Büro zufolge in einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. Großbritannien werde weiterhin an der Seite Katars und seiner Verbündeten am Golf stehen, sichert Starmer demnach zu.
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Thomas Krause
Die Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) fordert einen Evakuierungskorridor für die zahlreichen Schiffe, die wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Persischen Golf festsitzen. IMO-Generalsekräter Arsenio Dominguez sprach beim Abschluss einer zweitägigen Krisensitzung der Organisation in London von einem „humanitären Korridor“, der dringend nötig sei. Nach Angaben der IMO sitzen rund 20.000 Seeleute infolge des Iran-Krieges auf rund 3200 Schiffen im Persischen Golf fest.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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