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Militär in Alarmbereitschaft Japan will Nordkoreas Weltraumrakete notfalls abschießen


Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat einen geplanten Raketenstart Nordkoreas als "schwerwiegenden Akt der Provokation" bezeichnet und will notfalls mit Waffengewalt antworten.

Ein geplanter Raketenstart Nordkoreas hat in Japan scharfe Proteste ausgelöst. Die Regierung in Tokio versetzte das Militär in Alarmbereitschaft und droht, die Rakete notfalls vom Himmel zu holen. Er habe das Militär angewiesen, sie mittels Raketenabwehr abzuschießen, sollte die Rakete japanisches Territorium bedrohen, teilte Verteidigungsminister Gen Nakatani am Mittwoch mit. Das Präsidialamt drohte, Nordkorea werde einen "hohen Preis" zahlen, wenn es seine Satelliten-Pläne vorantreibe.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sagte im Parlament, der von Pyöngyang angekündigte Raketenstart wäre nicht nur eine eindeutige Missachtung der UN-Resolutionen, sondern auch für Japans Sicherheit ein "schwerwiegender Akt der Provokation". Der Rechtskonservative forderte den Nachbarstaat auf, seine Pläne aufzugeben. Japan, das keine diplomatischen Beziehungen zu Pjöngjang unterhält, habe Nordkorea über diplomatische Kanäle seinen Protest übermittelt, sagte Außenminister Fumio Kishida.

USA vermuten verdeckten Raketentest Nordkoreas

Washington bezeichnete die Satellitenpläne als eine eklatante Verletzung der internationalen Verpflichtungen des asiatischen Landes. Sie zeigten einmal mehr, dass die UN-Sanktionen gegen Nordkorea verschärft werden müssten, sagte der zuständige US-Außenamtsstaatssekretär Daniel Russel. 

Nach seinem weltweit kritisierten Atomtest im Januar will Nordkorea in diesem Monat eine Rakete mit einem Satelliten starten. Das Land habe drei UN-Organisationen über die Startpläne informiert, sagte ein UN-Sprecher am Vortag in New York. Der "Erdbeobachtungssatellit" solle zwischen dem 8. und 25. Februar starten. Japan will zusammen mit den USA und Südkorea darauf hinwirken, dass Nordkorea den Plan aufgibt. Die USA und andere Regierungen vermuten, dass es sich bei solchen Vorhaben um verdeckte Raketentests handelt.

Anfang des Jahres hatte Nordkorea zum vierten Mal eine Atomwaffe getestet. Im Dezember 2012 schickte das Land ein Objekt ins All, bei dem es sich um einen Kommunikationssatelliten gehandelt haben soll. Die Vereinten Nationen haben Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketenprogramm verhängt. Dagegen hat das international weitgehend isolierte Land erklärt, es habe ein Recht auf ein eigenes Weltraumprogramm. 

mad DPA Reuters

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