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Vater weiter in Lebensgefahr: Julia Skripal spricht erstmals nach Giftanschlag

Die beim Giftanschlag in Salisbury schwer verletzte Julia Skripal hat sich geäußert. Sie fühle sich jeden Tag besser, teilte die 33-Jährige mit. Auch zu ihrem lebensgefährlich verletzten Vater sagte sie etwas.

Julia Skripal

Julia Skripal auf ihrem Facebook-Profilfoto

DPA

Die beim Giftanschlag von Salisbury schwer verletzte Julia Skripal hat erstmals seit der Attacke vor einem Monat eine Erklärung abgegeben. Sie fühle sich "von Tag zu Tag kräftiger", gab die 33-Jährige in einer von der britischen Polizei verbreiteten Mitteilung bekannt. Vor mehr als einer Woche sei sie aufgewacht, teilte Skripal weiter mit. Sie war nach dem Anschlag gemeinsam mit ihrem Vater, dem früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal, im lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Vater Skripal weiter in Lebensgefahr

Sie sei dankbar für die "zahlreichen unterstützenden Botschaften", die sie bekommen habe und bat darum, während ihrer Genesung "mein Privatleben und das meiner Familie" zu respektieren. Ihr 66-jähriger Vater befinde sich weiter in "stabilem", aber lebensbedrohlichem Zustand, teilte das Krankenhaus mit.

Ein russischer Fernsehsender veröffentlichte den angeblichen Mitschnitt eines Telefonats zwischen Julia Skripal und ihrer in Russland lebenden Cousine Viktoria Skripal. Die Talk-Show "60 Minutes" im Sender Rossija 1 behauptete, die Tonaufnahme von Viktoria Skripal zugesandt bekommen zu haben, gab aber zu, die Echtheit des Mitschnitts nicht verifizieren zu können.

UN-Sicherheitsrat befasst sich mit dem Fall

In dem auf Russisch geführten Telefonat erzählte die als Julia Skripal identifizierte Frau, dass sie und ihr Vater sich auf dem Weg der Besserung befänden. "Es ist nichts Bleibendes", sagte sie. Sie könne das Krankenhaus bald verlassen. "Alles wird gut", fügte sie hinzu.

Großbritannien und seine Verbündeten, darunter Deutschland, machen Russland für den Giftanschlag auf die beiden Skripals am 4. März im südenglischen Salisbury verantwortlich. Moskau weist die Vorwürfe vehement zurück. Der UN-Sicherheitsrat wollte sich an diesem Donnerstag mit dem Fall befassen.


nik/DPA