Kirgisische Regierungschefin im Krisengebiet Otunbajewa verspricht Wiederaufbau


Kirgistans Interims-Präsidentin Rosa Otunbajewa ist am Freitag in den Süden des zentralasiatischen Landes gereist, um sich ein Bild von der durch ethnische Unruhen erschütterten Region zu machen.

Nach dem Abflauen der Unruhen im Süden Kirgistans hat Übergangspräsidentin Rosa Otumbajewa am Freitag die in weiten Teilen verwüstete Stadt Osch besucht. Sie sicherte zu, sich für die Rückkehr der Bewohner einzusetzen, die in der Region zu Hunderttausenden vor der ethnisch motivierten Gewalt geflüchtet waren. Dafür müssten die Bedingungen geschaffen werden, sagte Otumbajewa. Mit gutem Willen könnten Angehörige der kirgisischen Bevölkerungsmehrheit und der usbekischstämmigen Minderheit die Feindseligkeiten überwinden.

Beobachter vermuten, dass die in der vergangenen Woche ausgebrochenen Unruhen bewusst angezettelt wurden, um das Land zu destabilisieren. Der Verdacht fällt auf den gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew. Er soll aus dem Exil daran arbeiten, ein für den 27. Juni geplantes Referendum zu verhindern, das der Übergangsregierung mehr Legitimität geben würde. Hunderte Menschen, überwiegend Usbeken, kamen bei den Unruhen ums Leben.

Etwa 400.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen auf der Flucht vor den schlimmsten ethnischen Unruhen in Kirgistan seit zwei Jahrzehnten. Ein Viertel hat sich ins Nachbarland Usbekistan vor den vor einer Woche ausgebrochenen Gewaltexzessen gerettet. Die Restlichen halten sich entlang der mittlerweile geschlossenen Grenze auf der kirgisischen Seite auf.

APN/Reuters Reuters

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