Konflikt Rumsfeld gegen Rice


Es rumort in der amerikanischen Regierung: Nach der Äußerung von Rice, die USA hätten im Irakkrieg Fehler gemacht, wirft Rumsfeld ihr "mangelndes Verständnis für Kriegsführung vor".

Ungewöhnlicher Schlagabtausch in der amerikanischen Führungsriege: Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat Außenministerin Condoleezza Rice mangelndes Verständnis über Kriegsführung vorgeworfen Rumsfeld reagierte in einem Interview auf die Bemerkung seiner Kollegin, die USA hätten sicherlich "tausende taktische Fehler" im Irak gemacht. "Ich weiß nicht, wovon sie spricht", sagte Rumsfeld nach Medienberichten dem Regionalradiosender WDAY im abgelegenen Bundesstaat North Dakota.

In der Kriegsführung müsse die Taktik je nach Verhalten des Feindes ständig angepasst werden. "Wenn jemand sagt, das ist ein taktischer Fehler, zeugt das meines Erachtens von mangelndem Verständnis von Kriegsführung."."

Nur im übertragenen Sinne

Rice hatte vergangene Woche in Großbritannien vor Reportern von "tausenden taktischen Fehlern" im Irak gesprochen. Sie stellte am nächsten Tag klar, sie habe dies im übertragenen Sinne gemeint und nicht einzelne Fehler gezählt.

Zwischen Außen- und Verteidigungsministerium bestanden schon vor den Irak-Krieg Spannungen darüber, wer die Federführung beim Wiederaufbau haben soll. Schon Colin Powell, der das Amt vor Rice innehatte, lieferte sich hinter den Kulissen ein Kräftemessen mit Rumsfeld über den größeren Einfluss auf die Irak-Politik.


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