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Angebliche Moskau-Kontakte: So reagiert der Kreml auf die Russland-Anhörung im US-Kongress

Das FBI ermittelt wegen möglicher Verbindungen des Trump-Teams zu Russland und möglicher Einmischungen Moskaus in den Wahlkampf. US-Geheimdienste tragen derzeit im Kongress ihre Erkenntnisse vor. Der Kreml fühlt sich allerdings davon nicht angesprochen.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete Russland-Anhörung im US-Kongress als schädlich

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete Russland-Anhörung im US-Kongress als schädlich 

Der Kreml hat die Nachforschungen in den USA über eine mögliche russische Einmischung in den Wahlkampf als schädlich für die Beziehungen kritisiert. "Man kann wohl kaum sagen, dass das ein konstruktiver Beitrag zur Entwicklung des bilateralen Verhältnisses ist", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. Die Anhörung im US-Parlament werde keinerlei Beweise zutage fördern. Es sei eine inneramerikanische Diskussion, die sich überdies im Kreis drehe, sagte Peskow nach Angaben der Agentur Tass. Der Kreml werde sich daran nicht beteiligen. "Wir halten es nicht für nötig, so lange immer wieder, dasselbe kommentieren zu müssen"

Die US-Geheimdienste tragen derzeit im Kongress ihre Erkenntnisse darüber vor, wie Russland 2016 versucht haben soll, Einfluss auf die politische Stimmung in den USA zu nehmen. Unter anderem sollen Hacker Computer der Demokratischen Partei geknackt haben. Die Bundespolizei FBI ermittelt, welche Kontakte es zwischen dem Wahlkampfteam des damaligen Kandidaten Donald Trump und russischen Vertretern gab.

Wird Putin den US-Außenminister empfangen?

"Die Beteiligten der Anhörung haben sich verrannt. Sie versuchen Beweise für ihre Behauptungen zu finden, können es jedoch nicht und fangen jedes Mal von vorne an", so Peskow

Als erster Vertreter der neuen US-Regierung wird Außenminister Rex Tillerson Mitte April in Moskau erwartet. Peskow machte aber keine Angaben, ob Präsident Wladimir Putin Tillerson dann empfangen werde. Erst müsse der Besuch offiziell mitgeteilt werden, sagte er. 

ivi / DPA