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US-Bundesstaat: Legaler Marihuana-Kauf: Schlangestehen in Kalifornien

Die Menschen in Kalifornien mussten teilweise stundenlang vor den Geschäften anstehen, um sich legal mit Marihuana zu versorgen. Seit dem 1. Januar gibt es die Droge in dem Bundesstaat an der Westküste legal zu kaufen.

Mit teils stundenlangen Wartezeiten hat der legale Verkauf von Marihuana für jedermann in Kalifornien begonnen. US-Medien berichteten am Montagabend (Ortszeit), dass sich manche Käufer schon in der Nacht zuvor angestellt hätten, um Cannabis ohne Sorge vor Polizeikontrollen zu erwerben. Nach Angaben der "Los Angeles Times" startete das zum Jahresbeginn 2018 zugelassene Geschäft mit Kunden ohne medizinisch begründeten Bedarf zunächst nur in einer begrenzten Anzahl von Läden.

Schon an diesem Dienstag soll der Verkauf aber auf Dutzende lizenzierte Verkaufsstellen ausgeweitet werden. Beobachter erwarten, dass der Markt allein in Kalifornien bis 2020 auf jährlich 7 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) anwachsen dürfte. Kalifornien ist bislang der größte US-Bundesstaat, der Cannabis nicht nur zu medizinischen Zwecken, sondern generell freigibt. Unter dem US-Bundesgesetz bleibt die Droge auch weiter verboten.

Kalifornien startet legalen Marihuana-Verkauf

Diverse Sorten Marihuana gibt es seit dem Ersten Januar in Kalifornien zu kaufen, wie hier in einem Geschäft in Santa Cruz. Kalifornien ist der bislang größte US-Staat, der Cannabis fortan nicht nur zu medizinischen, sondern auch zu ganz allgemeinen Zwecken freigibt


Neues Marihuana-Gesetz macht Droge teurer

Das Unternehmen "Urbn Leaf" im südkalifornischen Kreis San Diego versorgte nach eigenen Angaben am Montag in nur wenigen Stunden 350 Kunden. Es rechnete damit, den Neujahrstag mit gut 1000 Marihuana-Verkäufen abzuschließen.

Für medizinische Nutzer der Droge, die Cannabis bisher schon auf Rezept erwerben konnten, drohen durch die Legalisierung für alle jedoch finanzielle Nachteile. Mit dem neuen Cannabis-Gesetz in Kalifornien fallen auch Steuern an. Diese dürften die Droge um etwa ein Drittel verteuern.

tyr / DPA