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Russland Lukoil-Chef Rawil Maganow stirbt durch Sturz aus Krankenhaus-Fenster

Maganow von Lukoil mit Putin
Der Chef des russischen Öl-Konzerns Rawil Maganow (re.) während einer Ehrung mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Mai 2019
© Mikhail Metzel / Picture Alliance
In Russland hat sich ein Todesserie unter Managern der Energiebranche fortgesetzt. Der Chef des Ölkonzerns Lukoil, Rawil Maganow, kam bei einem Sturz aus dem Fenster einer Klinik ums Leben.

Der Vorstandschef des russischen Ölkonzerns Lukoil, Rawil Maganow, ist beim Sturz aus dem Fenster eines Moskauer Krankenhauses ums Leben gekommen. Das hat die Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag berichtet. Der Vorfall wirft allerdings Fragen auf, da seit Ausbruch des Ukraine-Krieges mehrere Manager aus der Energiebranche Russlands ums Leben gekommen sind.

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Als wahrscheinlichste Ursache gilt laut Medienberichten ein Suizid. Bei Maganow sei im Krankenhaus neben Herzproblemen auch eine Depression diagnostiziert worden, heißt es dazu.

Russland: Selbstmord-Serie unter Energie-Managern

Es ist nicht der erste Todesfall unter Russlands Top-Managern seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs: Vor ihm kam Medienberichten zufolge beispielsweise im Mai der Lukoil-Manager Alexander Subbotin ums Leben – angeblich bei einer okkulten Behandlung gegen Alkoholsucht.

Daneben sind seit Jahresbeginn auch mehrere Manager russischer Energiekonzerne tot aufgefunden worden. Auch sie sollen sich das Leben genommen haben. In einem Video-Interview, das Ende April auf Youtube veröffentlicht wurde, bezweifelte der langjährige Vizechef der Gazprombank, Igor Wolobujew, dass es sich um Suizide handelte. Kurz zuvor war Wolobujew in die Ukraine geflohen und gab an, dort gegen die russischen Truppen kämpfen zu wollen.

Rat und Hilfe

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter (0800) 1110111 und (0800) 1110222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich.  Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

dho DPA

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