Die USA haben die venezolanische Hauptstadt Caracas angegriffen und Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Frau gefangen genommen. Die Ereignisse im Liveticker.
Die USA haben Venezuela militärisch angegriffen und den Machthaber des Landes Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau festgenommen und außer Landes gebracht. Maduro wurde in einer New Yorker Haftanstalt vorgeführt. Die USA werfen ihm und seinem Regime vor, den Drogenhandel in die USA zu unterstützen und wollen ihn vor ein US-Gericht stellen.
Die internationalen Reaktionen auf die US-Militäraktion reichen von Zustimmung bis zu Vorwürfen, das Völkerrecht gebrochen zu haben. In Venezuela übernimmt vorerst die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Führung. Wie es in dem Land weitergeht, ist unklar.
Lesen Sie alle Entwicklungen im Liveblog:
Wichtige Updates
Stefan Düsterhöft

Nur einen Tag nach dem US-Angriff auf Venezuela schürt ein Social-Media-Beitrag neue Ängste vor US-Begehrlichkeiten auf Grönland. Auch Präsident Donald Trump hat noch einmal nachgelegt. Dänemarks Ministerpräsidentin und der grönländische Regierungschef reagieren. Alles dazu hier:
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Stefan Düsterhöft

Der von den USA gefangen genommene Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, soll am Montag einem New Yorker Bundesgericht vorgeführt werden. Dem 63-Jährigen würden um 12 Uhr Ortszeit (entspricht 18 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte offiziell eröffnet, teilte das Gericht des Southern District in Manhattan am Sonntag mit. Maduro soll unter anderem wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" und der Einfuhr von Kokain in die Vereinigten Staaten der Prozess gemacht werden.
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Thomas Krause
Die EU-Kommission und 26 der 27 EU-Staaten fordern alle Akteure im Venezuela-Konflikt zur Zurückhaltung auf. Alle Beteiligten müssten eine Eskalation vermeiden und eine friedliche Lösung sicherstellen, heißt es in einer Erklärung, die von allen EU-Mitgliedern mit Ausnahme Ungarns getragen wird und auch im Namen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas veröffentlicht wird. Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes sei der einzige Weg, in dem Land die Demokratie wiederherzustellen.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump droht der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez. Sie könne einen höheren Preis als der gefangen genommene Präsident Nicolas Maduro zahlen, "wenn sie nicht das Richtige tut", sagt Trump in einem Interview mit der Zeitschrift "The Atlantic". Rodriguez hat Maduros Amtsgeschäfte übernommen und betont, Maduro sei weiterhin Präsident des Landes. Sie hat Trumps Behauptungen widersprochen, sie sei bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten. Rodriguez ist zugleich Ölministerin und gilt aufgrund ihrer Kontakte und ihrer Erfahrung als eine zentrale und pragmatische Führungsfigur in Venezuela.
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Thomas Krause
Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren Städten in Deutschland Proteste gegen die Attacke der USA gegeben. In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten.
Auch in anderen deutschen Städten waren für Sonntag Proteste angekündigt, unter anderem in Hamburg. Dort waren bereits am Samstagabend rund 300 Menschen auf die Straße gegangen.
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Thomas Krause
Die venezolanischen Streitkräfte erkennen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als vorübergehende Staatschefin an. Nach der Gefangennahme von Staatschef Maduro übernehme sie verfassungsgemäß die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino.
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Thomas Krause
Rubio: "Es geht den USA nicht um Venezuelas Öl"
Die USA wollen nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio die venezolanische Ölindustrie nicht aus wirtschaftlichem Interesse kontrollieren. Die Vereinigten Staaten verfügten selbst ausreichend über eigenes Öl, sagte Rubio in einem Interview des US-Senders NBC News. Es gehe vielmehr darum, dass die riesigen Ölreserven Venezuelas nicht weiter unter Kontrolle von Gegnern der USA stünden.
Washington werde nicht zulassen, dass Venezuela zu einem Stütz- und Operationspunkt für Länder wie China, Russland oder dem Iran sowie für die proiranische Miliz Hisbollah werde, so Rubio. Die Ausbeutung von Ressourcen durch externe Akteure, wie sie in anderen Weltregionen zu beobachten sei, werde Washington in Lateinamerika nicht akzeptieren. "Hier leben wir, und wir werden nicht zulassen, dass die westliche Hemisphäre als Operationsbasis für Gegner, Konkurrenten und Rivalen der Vereinigten Staaten dient", sagte Rubio.
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Daniel Bakir
USA wollen mit derzeitiger Führung in Venezuela zusammenarbeiten
Die US-Regierung ist grundsätzlich zu einer Zusammenarbeit mit der aktuellen Führung in Venezuela bereit. "Wir werden alles anhand ihrer Taten beurteilen und wir werden sehen, was sie tun", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Sonntag dem TV-Sender CBS News. "Wenn sie nicht die richtige Entscheidung treffen, werden die Vereinigten Staaten weiterhin über mehrere Einflussmöglichkeiten verfügen." Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hatte zuvor ihre Solidarität mit Maduro betont und dessen Freilassung gefordert.
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Daniel Bakir
Der US-Präsident glaubt, Venezuela zu regieren sei ein Kinderspiel. Unser Reporter Jan Christoph Wiechmann hat häufig im Land recherchiert und sagt:
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Daniel Bakir
Papst Leo hat sich besorgt über die Entwicklung in Venezuela geäußert. Er verfolge die Lage nach dem Sturz von Präsident Nicolas Maduro durch die USA mit großer Sorge, sagte das katholische Kirchenoberhaupt, das selbst aus den USA stammt. Der Pontifex rief dazu auf, die "Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen". Außerdem müssten die "Souveränität des Landes gewährleistet, der in der Verfassung verankerte Rechtsstaat gesichert und die Menschen- und Bürgerrechte eines jeden und aller respektiert" werden.
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Daniel Bakir
Wie konnten die USA Nicolás Maduro mitten in Caracas entführen? Das lief so:
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Daniel Bakir
SPD-Chef Lars Klingbeil hält das US-Vorgehen in Venezuela für "sehr bedenklich". Nicolás Maduro habe zwar ein autoritäres Regime angeführt, das sich mit Gewalt und Unterdrückung an die Macht geklammert habe. "Allerdings kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten", sagte Klingbeil. "Das Völkerrecht ist zu achten. Das gilt auch für das Handeln der USA." Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte eine rechtliche Einordnung des US-Angriffs zunächst nur als "komplex" bezeichnet.
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Daniel Bakir
Nach dem Willen von Donald Trump sollen in Venezuela bald wieder US-Ölfirmen zum Zug kommen. Nach Einschätzung von Experten dürfte es aber Jahre dauern, bis die Ölförderung in Venezuela wieder nennenswert ansteigt. Selbst wenn US-Konzerne wie von Trump in Aussicht gestellt Milliarden investieren würden, stünden dem eine marode Infrastruktur, Sicherheitsbedenken und politische Instabilität entgegen, sagten Analysten der Nachrichtenagentur Reuters. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdölvorkommen der Welt.
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Daniel Bakir
Als nächstes Grönland? Frau von Trump-Berater provoziert auf X
Die Venezuela-Operation befeuert imperiale Träume im Trump-Lager: Die konservative Podcasterin und Ex-Regierungsmitarbeiterin Katie Miller, Ehefrau von Trumps Chief of Staff Stephen Miller, sähe auch Grönland gerne demnächst von den USA besetzt, wie sie auf X kundtat. Trump hat in der Vergangenheit öffentlich mit dem Gedanken gespielt, sich Grönland unter den Nagel zu reißen.
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Daniel Bakir
US-Präsident Donald Trump will die Zukunft Venezuelas bestimmen. Aber was will er genau? Und hat Trump einen Plan? Die Analyse von Kollege Fabian Huber:
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