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McCains Vizekandidatin: 17-jährige Tochter schwanger

Nur drei Tage nach ihrer Nominierung als Kandidatin für das Vizepräsidentenamt hat Sarah Palin bestätigt, dass ihre 17-jährige Tochter Bristol schwanger ist. Pikant: Die 44-jährige US-Republikanerin gilt als stramm konservativ und strikte Abtreibungsgegnerin.

Wirbel bei den Republikanern: Die Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, Sarah Palin, hat bestätigt, dass ihre 17- jährige Tochter Bristol schwanger ist. Das junge Mädchen werde den Vater des Kindes heiraten, hieß es in einer am Montag veröffentlichen Erklärung der 44-jährigen Gouverneurin von Alaska und ihres Ehemanns Todd.

Palin war erst am Freitag überraschend von Präsidentschaftskandidat John McCain als Nummer zwei benannt worden und gilt als stramm konservativ. Andere mögliche Anwärter auf das Vizepräsidentenamt wie der Unabhängige Joe Lieberman waren übergangen worden, weil sie für das Recht auf Abtreibung eintreten. Das Ehepaar machte die Schwangerschaft ihrer Tochter erst publik, nachdem Gerüchte im Internet aufgetaucht waren, denen zufolge der jüngste Sohn der Gouverneurin in Wahrheit Bristols Kind sei. Palin, so hieß es weiter, habe eine eigene Schwangerschaft vorgetäuscht, um danach das Kind als ihr eigenes auszugeben. Der kleine im Mai geborene Junge ist geistig behindert.

Ein McCain-Mitarbeiter wurde mit den Worten zitiert, der Präsidentschaftskandidat habe vor der Nominierung von der Schwangerschaft von Bristol Palin gewusst.

In ihrer Erklärung sagten die Eltern Palin, sie seien "mit fünf wundervollen Kindern gesegnet, die wir mit unserem ganzen Herzen lieben und die alles für uns bedeuten". Ihre Tochter Bristol und der junge Mann, den sie heiraten werde, würden sehr schnell die Schwierigkeiten erkennen, die mit dem Aufziehen eines Kindes verbunden seien. In dieser Zeit, da sie mit den Verantwortungen des Erwachsenenlebens konfrontiert sei, "weiß sie, dass sie unsere bedingungslose Liebe und Unterstützung hat". Weiter baten Sarah und Todd Palin, die Privatsphäre ihrer Tochter und die ihres künftigen Ehemanns zu achten, wie dies bei Kindern von Kandidaten bisher Sitte gewesen sei.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama pflichtete ihr bei. Die Schwangerschaft der Palin-Tochter sollte nicht zum Wahlkampfthema werden, sagte Obama in Monroe (Michigan). Die Familien der Kandidaten müssten tabu sein und erst recht die Kinder. Die Schwangerschaft habe keine Bedeutung bei der Einschätzung der Qualifikation Palins als Gouverneurin oder als mögliche künftige Vizepräsidentin.

DPA / DPA