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Mehr als 40 Tote Blutige Attacken auf Gefängnisse im Irak


Die Angreifer sollen sich zehn Stunden lang Gefechte mit Sicherheitskräften geliefert haben. Sie attackierten unter anderem das berüchtigte Gefängnis Abu Ghraib - um Insassen zu befreien.

Bei Angriffen von Aufständischen auf zwei Gefängnisse im Irak sind mehr als 40 Menschen getötet worden, darunter etwa 20 Sicherheitskräfte. Dies teilte am Montag ein Sprecher des Justizministeriums mit. Die koordinierte Attacke begann am Sonntagabend auf das berüchtigte Gefängnis Abu Ghraib westlich von Bagdad und auf das Gefängnis Tadschi nördlich der Hauptstadt, die Gefechte dauerten nach offiziellen Angaben zehn Stunden. Die Angreifer gaben im Internet an, "tausende Gefangene" befreit zu haben.

Ein Polizeisprecher sagte dagegen, sieben aus Abu Ghraib geflohene Häftlinge seien wieder festgenommen worden. Von den mindestens 41 Todesopfern seien 21 Gefangene, hieß es später aus Sicherheitskreisen. Über Opfer in den Reihen der Aufständischen gab es zunächst keine genauen Angaben.

Die Angreifer feuerten Granaten auf die Gefängnisse, anschließend wurden vier Autobomben gezündet. Bei der Attacke auf Tadschi hätten sich überdies drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher. Erst nach dem Einsatz von Kampfflugzeugen konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden.

anb/AFP AFP

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