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Mehr Frauen in Top-Jobs EU-Kommission erwägt europaweite Frauenquote


Die Teilhabe von Frauen an Spitzenjobs in europäischen Unternehmen kommt nicht voran. EU-Kommissarin Viviane Reding plant deshalb einem Medienbericht zufolge die Einführung einer europaweiten Frauenquote.

EU-Kommissarin Viviane Reding will im Sommer konkrete Vorschläge für eine EU-weite Frauenquote machen. "Ich bin kein Fan von Quoten. Aber ich mag die Ergebnisse, die Quoten bringen", sagte Reding der Zeitung "Welt". In Frankreich, das seit 2011 ein Gesetz für die Beteiligung von Frauen an Spitzenjobs hat, sei der Anteil von zwölf auf 22 Prozent gestiegen. "Wo es gesetzliche Regeln gibt, gibt es Fortschritte", sagte Reding. Hingegen sei ihr bisheriges Angebot freiwilliger Selbstverpflichtung an die Firmen unbefriedigend verlaufen.

Reding will sich bei ihrem Gesetzentwurf auf die Wünsche der EU-Bürger berufen. Daher startet die EU-Kommissarin am Montag eine öffentliche Anhörung bis Ende Mai. "Ich bin zu allem bereit. Die EU-Kommission hat in dieser wichtigen gesellschaftlichen Frage seriöse Arbeit geleistet. Jetzt sind die anderen dran, die Regierungen und Unternehmen. Ich gebe ihnen noch einmal Zeit bis zum Sommer. Denn die Bürger wollen die Quote, das zeigen uns die Umfragen", sagte Reding.

Dem neuesten Eurobarometer zufolge wollen drei von vier Europäern, dass Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen.


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