Oscar-Verleihung
Mexiko schickt nicht "seine besten Leute" in die USA? Die Oscars beweisen Trump das Gegenteil

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Donald Trump wettert gern gegen Mexiko. Das Land würde nicht seine "besten Leute" in die USA schicken. Die Oscar-Verleihung beweist dem US-Präsidenten seit Jahren zuverlässig das Gegenteil.

Drogen, Verbrechen, Vergewaltiger, Gewalt - für Donald Trump hat viel Übel in den USA seinen eigentlichen Ursprung woanders. Seit seinem Amtsantritt vor rund zwei Jahren wettert der US-Präsident gegen Mexiko, das Nachbarland der Vereinigten Staaten, und will sogar eine Grenzmauer bauen lassen. Um eine angebliche Sicherheitskrise zu bewältigen, wie der US-Präsident sagt - viele Experten halten seine Ausführungen dazu allerdings für schlicht unwahr

Als Wink mit dem Zaunpfahl könnte man daher ein kurzes Video der "New York Times" beschreiben. Darin nimmt das Meinungs-Ressort der renommierten (und für Trump unliebsamen) US-Zeitung die Oscar-Verleihung von Sonntagnacht zum Anlass, um ihm das Gegenteil seiner pauschalen Behauptungen aufzuzeigen. 

And the Oscar goes to ... Regisseure aus Mexiko

Darin zu sehen, einerseits: Trump, der gegen Mexiko wettert - etwa, weil das Land nicht "seine besten Leute schicken" oder "so viel Geld" aus der US-Staatskasse nehmen würde. Daher wolle er auch Mexiko für die Grenzmauer zahlen lassen. 

Andererseits: Die Oscar-Preisträger in der Kategorie "Beste Regie" seit 2014 - die mit einer Ausnahme alle in Mexiko geboren wurden. Und mit ihren Filmen letztlich mitverantwortlich waren, dass die US-Filmindustrie Milliardenumsätze eingefahren hat. 

  • 2014: Alfonso Cuarón für "Gravity". Umsatz: rund 723 Millionen Dollar (weltweit, laut "Box Office Mojo").
  • 2015: Alejandro González Iñárritu für "Birdman". Umsatz: rund 103 Millionen Dollar.
  • 2016: Alejandro González Iñárritu für "The Revenant". Umsatz: rund 532 Millionen Dollar.
  • 2018: Guillermo del Toro für "The Shape of Water". Umsatz: rund 195 Millionen Dollar.
  • 2019: Alfonso Cuarón für "Roma". Umsatz: nicht bekannt, da es sich um eine Produktion des Streaming-Dienstes Netflix handelt.

Macht unterm Strich: Fünf Oscar-Trophäen für drei in Mexiko geborene Regisseure und insgesamt rund 1,5 Milliarden Dollar an weltweiten Umsatz. Und jede Menge Prestige für die US-Filmindustrie.

Das Meinungsressort der "New York Times" in ihrem Twitter-Beitrag zum Video: "Was machen Mexikaner in Amerika? Gewinnen."

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Lesen Sie hier mehr zu der Oscar-Verleihung 2019:

fs

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