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US-Kongresswahlen Auftritt kurz vor Ende des Wahlkampfes: Fox-News-Moderator geht tatsächlich zu Trump auf die Bühne

Midterms 2018: Fox News rügt Moderator Sean Hannity für Wahlkampfauftritt mit US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump (r.) begrüßt Fox-News-Moderator Sean Hannity auf der Wahlkampfbühne in Missouri
© Jim WATSON / AFP
Fox-News-Moderator Sean Hannity stand bei einer Wahlkampfveranstaltung mit US-Präsident Donald Trump auf der Bühne. Das sei "nicht geplant" gewesen, so der Starmoderator. Der konservative US-Sender rügt den Auftritt als "unglücklich".

Der konservative US-Fernsehsender Fox News hat seinen Starmoderator Sean Hannity dafür gerügt, dass er an der Seite von Präsident Donald Trump Wahlkampf gemacht hat. Der Sender billige nicht, dass seine "Talente" bei Wahlkampfveranstaltungen auftreten, erklärte Fox News am Dienstag, dem Tag der Kongress- und Gouverneurswahlen.    

Hannity hatte am Vortag als Redner an einem Trump-Auftritt im Bundesstaat Missouri teilgenommen und den Präsidenten dabei euphorisch gepriesen. Fox News bezeichnete den Auftritt Hannitys nun als "unglücklich". Die Angelegenheit sei "thematisiert" worden. Was darunter zu verstehen ist, wurde in der schriftlichen Erklärung nicht ausgeführt.

Fox News berichtet generell überaus freundlich über den Präsidenten und wird von Trump auch immer wieder gelobt. Hannity hat ihn wiederholt interviewt. Dem 56-jährigen Moderator wird auch nachgesagt, dass er zum externen Beraterkreis des Präsidenten gehört. 

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Nach seinem Auftritt an Trumps Seite führte Hannity ins Feld, dies sei so nicht geplant gewesen. Trump habe ihn aufgefordert, auf die Bühne zu kommen. Er sei davon "überrascht", aber auch "geehrt" gewesen, schrieb Hannity im Kurzbotschaftendienst Twitter. Einen Tag zuvor versicherte Hannity via Twitter, er werde - trotz Berichten darüber - vor Ort lediglich eine Live-Show moderieren, allerdings nicht Wahlkampf mit dem US-Präsidenten auf der Bühne machen.In seiner Ansprache hatte der TV-Mann unter anderem die Wirtschaftspolitik des Präsidenten gerühmt, die "vier Millionen Menschen" aus der Armut befreit habe. Auch beteiligte er sich an den Attacken des Präsidenten gegen kritisch über ihn berichtende Medien. Hannity bezeichnete sie - in Übereinstimmung mit Trumps Vokabular - als "Fake News", also Verbreiter von Falschnachrichten.    

Bei der Veranstaltung war auch die Fox-News-Moderatorin Jeanine Pirro auf die Bühne gegangen. Sie wurde aber in dem Statement des Senders nicht erwähnt.

fs AFP

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