Nahost Israel beendet Militäroperation


Die israelische Militäroperation "Heißer Winter" im Gaza-Streifen hat über 100 Tote und mehr als 350 Verletzte gefordert. Zwar sind die israelischen Soldaten in der Nacht wieder abgezogen, das eigentliche Ziel der Mission wurde dennoch verfehlt.

Militante Palästinenser haben auch nach Beendigung der israelischen Militäroperation im Gazastreifen ihre Raketenangriffe auf israelische Grenzorte fortgesetzt. Israelische Medien berichteten, in der Küstenstadt Aschkelon sowie in Sderot seien mehrere Raketen eingeschlagen. In Aschkelon sei ein Haus direkt getroffen und eine Schwangere verletzt worden.

Israel hatte in der Nacht die Militäroperation "Heißer Winter" im Gazastreifen beendet. Der Einsatz hatte die höchsten Opferzahlen seit dem Sechstagekrieg von 1967 gefordert. Nach palästinensischen Angaben wurden seit vergangener Woche 116 Palästinenser getötet und 350 verletzt.

Friedensgespräche ausgesetzt

Ein israelischer Armeesprecher bestätigte am Morgen, fast alle Bodentruppen seien inzwischen wieder aus dem Palästinensergebiet abgezogen. Die Luftangriffe sollten wie zuvor als punktuelle Reaktion auf Raketenangriffe militanter Palästinenser erfolgen. "Wenn sie uns weiter mit Raketen beschießen, werden wir zurückschießen", erklärte der Sprecher.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas setzte angesichts der hohen Opferzahlen die erst im Januar begonnenen Friedensgespräche mit Israel wieder aus. US-Außenministerin Condoleezza Rice, die Sorge über die jüngste Runde der Gewalt geäußert hatte, wird zu einem Besuch in Israel erwartet.

DPA DPA

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