Offene Rechnungen Russland kürzt weiter Gaslieferungen an Weißrussland


Im Gasstreit mit Weißrussland hat Russland am Mittwoch seine Lieferungen an den Nachbarstaat weiter gedrosselt. Seit Mittwoch um 10.00 Uhr (Ortszeit, 08.00 Uhr MESZ) "haben wir die Lieferungen russischen Gases an Weißrussland um 60 Prozent gekürzt", erklärte der Chef des russischen Gasriesen Gazprom, Alexej Miller.

Im Gasstreit mit Weißrussland hat Russland am Mittwoch seine Lieferungen an den Nachbarstaat weiter gedrosselt. Seit Mittwoch um 10.00 Uhr (Ortszeit, 08.00 Uhr MESZ) "haben wir die Lieferungen russischen Gases an Weißrussland um 60 Prozent gekürzt", erklärte der Chef des russischen Gasriesen Gazprom, Alexej Miller. "Die weißrussische Seite unternimmt nichts, um ihre Schulden für russische Gaslieferungen zu zahlen", begründete er diesen Schritt. Bei dem Streit geht es um unbezahlte Rechnungen für Gaslieferungen, für die Weißrussland Gazprom noch Geld überweisen soll. Russland hatte deswegen am Dienstag die Gaslieferungen ins Nachbarland bereits um 30 Prozent gedrosselt und könnte sie nach eigenen Angaben um bis zu 85 Prozent kürzen.

Minsk hingegen wirft Moskau vor, Russland habe Transportgebühren für das Weiterleiten des Gases nach Westen nicht bezahlt. Deshalb stoppte Weißrussland nach eigenen Angaben sämtliche russische Erdgaslieferungen in Richtung Westen. Gazprom zufolge ist der Gastransit durch Weißrussland hingegen nicht beeinträchtigt. Das Gas werde komplett weitergeleitet, "die Nutzer werden keine Lieferprobleme haben", erklärte Miller. Gazprom hatte am Dienstag Maßnahmen angekündigt, damit die mittel- und westeuropäischen Gaskunden nicht unter dem Gasstreit mit Weißrussland leiden.

AFP AFP

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