HOME

Pakistan: Nach Anschlägen: Regierung schließt Schulen

Einen Tag nach dem Selbstmordanschlag auf die Internationale Islamische Universität von Islamabad hat die pakistanische Regierung die vorübergehende Schließung aller Bildungseinrichtungen des Landes angeordnet.

Einen Tag nach dem Selbstmordanschlag auf die Internationale Islamische Universität von Islamabad hat die pakistanische Regierung die vorübergehende Schließung aller Bildungseinrichtungen des Landes angeordnet. Wie pakistanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden übereinstimmend berichteten, bleiben Schulen und Universitäten aus Sicherheitsgründen zunächst bis Anfang der kommenden Woche geschlossen.

Am Dienstag hatten nach jüngsten Angaben der Polizei zwei Selbstmordattentäter in einem Universitäts-Café und in der Fakultät für islamische Rechtslehre (Scharia) sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Das Innenministerium hatte die radikal-islamischen Taliban für die Tat verantwortlich gemacht, gegen die das Militär seit Samstag eine Großoffensive in deren Hochburg Süd-Waziristan führt.

Die Armee setzte ihren Vormarsch in dem Stammesgebiet auch am Mittwoch weiter fort. Wie aus Geheimdienstkreisen verlautete, lieferten sich Soldaten und Aufständische heftige Gefechte in der Region Kotkai, dem Geburtsort von Taliban-Chef Hakimullah Mehsud. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Seit Beginn der Kämpfe wurden nach Militärangaben bislang etwa 100 Taliban getötet.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel