Paris Frankreichs neue Regierung steht


Nicolas Sarkozy hat sein Kabinett vorgestellt. Er beruft den Sozialisten und "Ärzte ohne Grenzen"-Gründer Bernard Kouchner zum Außenminister und löst damit sein Versprechen einer Regierung der politischen "Öffnung" ein.

Der Sozialist und Gründer der Organisation "Ärzte ohne Grenzen", Bernard Kouchner, wird französischer Außenminister in der Regierung von Premierminister François Fillon. Der frühere Premierminister Alain Juppé übernimmt als Staatsminister und damit als Nummer zwei des ersten Kabinetts unter Präsident Nicolas Sarkozy das Ressort für Umwelt und dauerhafte Entwicklung. Das teilte der Generalsekretär des Élysée-Palastes, Claude Guéant, bei der Vorstellung der 15 Minister umfassenden Regierung in Paris mit. Für die von Sarkozy angestrebte Regierung der politischen "Öffnung" steht neben Kouchner der Zentrumspolitiker Hervé Morin als neuer Verteidigungsminister.

Nach tagelangen Sondierungen hatte der konservative Staatschef die Regierungsliste endgültig festgezurrt. 13 der 15 Minister gehören der Regierungspartei UMP an. Die von Sarkozy versprochene Gleichbehandlung der Geschlechter spiegelt sich in der Regierung Fillon wider, in der acht Männer und sieben Frauen sitzen. Mit der politischen "Öffnung" setzt der Präsident drei Wochen vor der Parlamentswahl ein Zeichen an die Wähler der Mitte und der Linken. Fillon hatte noch für Ende der Woche eine erste Kabinettssitzung anberaumt.

Das Wirtschafts- und Finanzministerium leitet der Ex-Minister für Arbeit und Soziales, Jean-Louis Borloo. Ex-Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie siedelt in das Innenministerium über, Brice Hortefeux leitet das neue Ministerium für Zusammenarbeit, Zuwanderung, Integration und nationale Identität.

DPA DPA

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