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Parteitag der US-Republikaner in Florida: "Isaac" stört Romneys Kür

Der Start des Parteitags der US-Republikaner in Tampa in Florida wird wegen des herannahenden Tropensturms "Isaac" verschoben. Das verheißt keinen guten Auftakt für die Mitt-Romney-Show.

Wegen des Tropensturms "Isaac" ist der Beginn des Parteitags der US-Republikaner zur Kür ihres Präsidentschaftskandidaten um einen Tag verschoben worden. Wie die Partei mitteilte, beginnt das Treffen in Tampa im US-Bundesstaat Florida nun erst am Dienstag. Auf dem Parteitag mit zehntausenden Teilnehmern soll Mitt Romney zum Herausforderer des demokratischen Amtsinhabers Barack Obama bestimmt werden.

"Isaac" hatte am Samstagmorgen Haiti erreicht. Mindestens vier Menschen riss der Tropensturm in dem Karibikstaat in den Tod. Am frühen Montagmorgen wird "Isaac" im Golf von Mexiko auf Tampa treffen und könnte sich bis dahin nach Vorhersagen des Nationalen Wetterdienstes zu einem Hurrikan entwickelt haben. Vorsorglich hat Florida bereits den Ausnahmezustand ausgerufen.

Sicherheit der 50.000 Teilnehmer geht vor

"Angesichts der ernsten Wetterberichte für das Gebiet der Tampa-Bucht wird der republikanische Nationalkonvent am Montag, den 27. August zusammenkommen und umgehend auf Dienstagnachmittag vertagt", erklärte der Vorsitzende des Nationalen Komitees der Republikaner, Reince Priebus. Der Parteitag mit geschätzten 50.000 Teilnehmern sollte ursprünglich von Montag bis Donnerstag laufen und findet in einer großen Arena direkt an der Bucht von Tampa statt.

Für Romney ist das von den Medien mit großer Aufmerksamkeit bedachte Großereignis eine Gelegenheit, sich vor der Präsidentschaftswahl Anfang November an weite Schichten der Bevölkerung zu wenden. "Die Sicherheit derer, die sich auf 'Isaacs' Weg befinden, ist von höchster Wichtigkeit", sagte er nach der Startverschiebung. "Ich spende denen Beifall, die in Tampa angemessene Änderungen im Zeitplan vorgenommen haben."

"Es könnte nasse Schuhe geben"

Floridas Gouverneur Rick Scott, gleichfalls ein Republikaner, sagte seinen Auftritt bei dem Parteitag ab, um sich auf den Schutz der Bevölkerung in dem 19 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaat zu konzentrieren. Priebus warnte, Parteitagsteilnehmer könnten wegen heftigen Regens und Winden durch "Isaac" "schwerwiegende Transportschwierigkeiten" haben.

Der demokratische Bürgermeister von Tampa, Rob Buckhorn, hatte am Samstag vor der Verschiebungsentscheidung versucht, die Besorgnis vor einer anhaltenden Störung des Parteitages durch den Sturm zu zerstreuen. "Es könnte nasse Schuhe geben, aber die Tage nach Montag sollten schön sein", sagte er dem Sender Fox News. US-Vizepräsident Joe Biden sagte seine Reisen in mehrere Städte in Florida wegen des herannahenden Sturms ab, wie die Wahlkampfleitung der Demokraten mitteilte.

mai/AFP / AFP